Auf dem Bungsberg herrscht Unfrieden

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16. Januar 2015, 13:15 Uhr

Theoretisch steht auf dem Bungsberg jetzt alles bereit, landesweit als touristisches Besuchsziel und Lernort für Umweltbildung zu glänzen. Praktisch läuft aber nur der „Bildungsspaß“ der Sparkassenstiftung Ostholstein richtig rund. Dagegen hapert es seit Mitte Dezember mit attraktiven Angeboten für Ausflügler.

Ein Grund dafür: Die Waldschänke ist wegen eines im November eingetretenen Wasserrohrbruches erst ab Ende Januar richtig betriebsbereit. Und die ehrenamtlich für Veranstaltungen tätige Angelika Weppler hat kurz vor Weihnachten ihre Arbeit überraschend eingestellt.

Zu bemerken war ihr Rückzug zuerst im Internet. Unter der Adresse des von ihr geführten Bungsberg-Büros finden sich keine Inhalte mehr. Auf Nachfrage sagte Angelika Weppler dem OHA: „Ich habe wegen Unstimmigkeiten im Umfeld meine Tätigkeit eingestellt. Dieser Schritt ist mir nicht leicht gefallen, aber ich muss mich als Ehrenamtlerin nicht beschimpfen und bevormunden lassen.“

Mehr wolle sie zu den Gründen nicht sagen. Insgesamt habe ihr das Engagement im Bungsberg-Büro aber gezeigt, welches Besucherpotenzial vorhanden sei. Mit beispielsweise über 3000 Besuchern bei der Waldweihnacht sei die Resonanz überragend gewesen, viele Aussteller wollten gleich fürs Folgejahr buchen.

Bei Hans-Alfred Plötner, Bürgermeister in Schönwalde und Vorsteher des Zweckverbandes Bungsberg, hat Wepplers Rückzug tiefes Bedauern ausgelöst: „Sie hat das hervorragend gemacht.“ Auch er wollte zu den Gründen nicht weiter Stellung nehmen; in der Gemeinde ist von Differenzen mit Politikern über die Internet-Präsenz des Büros zu hören.

Plötner verwies darauf, dass sein Antrag, das Bungsbergbüro satzungsmäßig im Zweckverband zu verankern, von einer Mehrheit abgelehnt worden sei. Er sei jetzt dabei, mit dem Förderverein Bungsberg und dem Dorfmuseum nach einer neuen Lösung zur Attraktivierung des Angebotes auf dem Bungsberg zu suchen.

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