EU-Projekt : Assaulenko-Bilder kommen digitalisiert ins Internet

<dick>Ein Portrait </dick>des Lieblingsmodells des Malers, seiner Frau Katharine von Assaulenko, präsentieren (von links) Lütger Landwehr, Heinz Theiß (Archivar der Stiftung), Dr. Heike Carstensen (Kunsthistorikerin), Bernd Tode (Vorstandsmitglied der Kulturstiftung) sowie Alfred Fleischhauer (für das Projekt freigestellter Mitarbeiter der Fördesparkasse). Foto: karl hesse
Ein Portrait des Lieblingsmodells des Malers, seiner Frau Katharine von Assaulenko, präsentieren (von links) Lütger Landwehr, Heinz Theiß (Archivar der Stiftung), Dr. Heike Carstensen (Kunsthistorikerin), Bernd Tode (Vorstandsmitglied der Kulturstiftung) sowie Alfred Fleischhauer (für das Projekt freigestellter Mitarbeiter der Fördesparkasse). Foto: karl hesse

Ein Projekt lässt Bilder von Alexej von Assaulenko ins Internet stellen.

shz.de von
27. November 2009, 10:25 Uhr

plön | Alexej von Assaulenko war ein fleißiger Maler, der im Laufe seines Lebens etwa 5000 Werke schuf. Bei Ausstellungen können jedoch gerade einmal etwa 100 Bilder gezeigt werden. Der Rest schlummert in Magazinen und ist so nicht zugänglich. Hier setzt ein EU-Projekt an, das die Bilder digitalisieren und ins Internet stellen lässt. Diese Chance nutzte auch die Alexej von Assaulenko-Kulturstiftung, die 1993 gegründet wurde und damals von der Kreissparkasse Plön und heute von der Fördesparkasse getragen wird.

Etwa 2000 Bilder des Künstlers sind im Besitz der Stiftung in Plön und werden nun schrittweise mit einer Digitalkamera "abfotografiert", von der Kunsthistorikerin Dr. Heike Carstensen nach strengen Regeln dokumentiert und katalogisiert und ins Internet gestellt. Erste Assaulenko-Bilder sind derzeit bereits auf der Internetseite www.museen-sh.de zu sehen.

Bis alle Plöner Werke erfasst und dann im Internet auch in nationalen und internationalen Datenbanken zugänglich sein werden, wird es bis in das Frühjahr 2010 hinein dauern, wie Bernd Tode als Vorstandsmitglied der Stiftung bei der Vorstellung des Projektes in den Räumen der Fördesparkasse in Plön berichtete. Wie bekannt, sind nicht alle Werke des Malers in der Stiftung in Plön vorhanden. Ein etwas größerer Teil befindet sich im Falkenhof-Museum in Rheine, wo Alexej von Assaulenko einen Zweitwohnsitz hatte.

Als Zukunftsausblick hofft die Stiftung, dass auch in Rheine später einmal das Assaulenko-Werk digital erfasst wird und somit der größte Teil des Werkes betrachtbar sein wird. Dann fehlten nur noch die im Privatbesitz befindlichen Bilder, meist Portraits, die als Auftragsarbeiten entstanden sind.

Um die Bilder ins Internet zu stellen, kooperiert die Stiftung mit "Digicult", "einem von der Europäischen Union und dem Land Schleswig-Holstein geförderten interdisziplinären Projekt zur Erfassung ausgesuchter Museumsbestände und deren Publikation". Projektleiter Lütger Landwehr erläuterte die Hintergundarbeiten bei diesem Projekt, die von der Einrichtung von Server-Computern über den Erwerb spezieller Programme bis hin zum Aufbau international zugänglicher, standardisierter Datenbanken reichen.

Um das Projekt nach Auslaufen der EU-Förderung in 2010 dauerhaft zu erhalten, soll eine Genossenschaft gegründet werden, die die Arbeit fortführt. Derzeit sind zusammen mit Hamburg bereits über 200.000 Objekte erfasst, wovon 28.000 im Internet zugänglich sind.

Aber nicht alle Daten sind frei zugänglich. So werden Versicherungswerte und Standorte der Kunstwerke nicht jedermann ersichtlich sein, um Bösewichtern keine "Bibliothek der Möglichkeiten" zu liefern.

Die Stiftungsgründung erfolgte 1993 und wurde von der Sparkasse mit 100.000 Mark ausgestattet. Die Witwe und Alleinerbin des Künstlers, Katharina von Assaulenko, brachte 2000 Bilder in die Stiftung in Plön ein. Katharina von Assaulenko war sehr daran gelegen, so hieß es weiter, dass nach dem Tod des Malers 1989 sein umfangreiches Schaffen nicht in alle Welt verstreut würde, sondern zusammenbleiben sollte. Das ist gelungen.

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