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Arzneimittel in fast allen Gewässern im Norden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 17:11 Uhr

In Gewässerproben aus der Nähe von fünf Kläranlagen in Schleswig-Holstein sind jeweils Spuren von neun verschiedenen Arzneimitteln nachgewiesen worden. „Medikamente gehören nicht in die Toilette und nicht in die Spüle, sondern sind Abfall“, warnte gestern Umweltminister Robert Habeck.

Gemeinsam mit Ärzte-, Tierärzte- und Apothekenkammer startete der Grünen-Politiker eine Informationskampagne zur richtigen Entsorgung abgelaufener Pillen und Tropfen – im Recyclinghof, in der Apotheke oder notfalls im Hausmüll. „Schmeißt keine Tabletten ins Klo“, riet Habeck Verbrauchern. Laut einer Studie des Instituts für sozial-ökologische Forschung hätten 47 Prozent der Befragten ihre flüssigen und 20 Prozent die festen Medikamentenreste in der Spüle oder der Toilette entsorgt. „Das ist falsch“, sagte Habeck.

Schädliche Wirkungen auf Tiere sind bereits nachgewiesen. So kann es bereits bei geringen Konzentrationen zu Nierenschäden, Verweiblichungen oder Kiemenschäden bei Fischen und anderen im Wasser lebenden Tieren kommen. Seite 15

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