Argumentieren gegen rechte Parolen

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27. August 2018, 17:55 Uhr

Zwei Workshops bietet der Kreis Ostholstein in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe an, die Sicherheit im Umgang mit verbalen und manchmal auch körperlichen Angriffen auf geflüchtete Menschen und ihre Unterstützer geben sollen.

Durch die Workshops leitet das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck der Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Schleswig-Holstein. Eingeladen sind alle ehrenamtlich Engagierten, die gern Beistand hätten, um diskriminierenden Schimpfwörtern oder rechten Parolen auf der Straße, im Internet oder einfach im Bekanntenkreis begegnen zu können. „Rechte Sprüche gegen Menschen und unsere offene und vielfältige Gesellschaft bleiben nicht selten unerwidert im Raum stehen. Manchmal fehlen das Bewusstsein für die Wirkung solcher Sprüche auf die Betroffenen oder die richtigen Worte, um einzugreifen. Als Folge verschwimmen auch die gesellschaftlichen Grenzen der Akzeptanz.“, schreiben die Veranstalter. Um mit wachen Augen und selbstbewusst in solch’ einer Situation aktiv werden zu können, wirft der Workshop nicht nur einen Blick auf betroffene Gruppen, die Zielscheibe rechter Sprüche sind. Er zeigt auch die Notwendigkeit und Möglichkeiten für ein sicheres Argumentieren gegen rechte Parolen und Diskriminierung. Die eigenen und gesellschaftlichen Grenzen werden dabei hinterfragt und Haltung für ein demokratisches Miteinander in den Mittelpunkt gestellt.

Die erste Veranstaltung findet zusammen mit der Lebenshilfe Ostholstein am Montag, 10. September, in Bad Schwartau um 17 Uhr im Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete, Lübecker Straße 29, statt. Der zweite in Malente in Kooperation mit der Gemeinde am 20. September ab 18 Uhr im Haus des Kurgastes. Anmeldung unter Tel. 04521 / 788532 oder -411
sowie ehrenamt-migration@ kreis-oh.de.


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