Arbeitsmarkt in der Region bleibt in der Sommerpause stabil

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30. August 2018, 10:41 Uhr

Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im August weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen saisonbedingten Anstieg. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt in dem Augustmonat 1992.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 13 761 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 111 (0,8 Prozent) mehr als im Vormonat und 1395 (9,2 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,7 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 6,3 Prozent zurück. Im August 2018 wurden 782 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 279 oder 26,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 4569 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 288 oder 6,7 Prozent mehr als im August 2017. „Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitssuchende“, sagte Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Beim Blick in die Region fällt auf, dass die Arbeitslosigkeit in allen Bereichen des Agenturbezirkes im Vergleich zum Vormonat angestiegen, aber im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Im Kreis Ostholstein waren Ende August 4851 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg von 54 oder 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 407 (7,7 Prozent) Arbeitnehmer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert zum Vormonat und ging um 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 4,6 Prozent zurück.

Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im August 10 055 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 75 (0,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 1041 (9,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,0 Prozent (Vorjahr 7,8 Prozent).

Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im August 2373 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um elf (0,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 267 (10,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent).

Im Nordbezirk (Geschäftsstelle Oldenburg und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im August 1333 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 25 oder 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 87 oder 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent (Vorjahr 4,6 Prozent). Dabei meldeten sich 339 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 310 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 68 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Im gesamten Kreisgebiet Plön wurden am Monatsende 2893 Arbeitslose gezählt.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Arbeitslosigkeit um 336 (-10,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote betrug im August 4,4 Prozent (Vorjahresmonat 5,0 Prozent). Im Vergleich
aller schleswig-holsteinischen Kreise liegt Plön in dieser „Disziplin“ nunmehr mit dem Kreis Segeberg gleich auf und gemeinsam auf Platz 3. Lediglich die Kreise Stormarn (3,3 Prozent) und Rendsburg-Eckernförde (4,3 Prozent) weisen aktuell eine niedrigere Arbeitslosenquote aus. „Im August verzeichnen wir regelmäßig saisonbedingt die höchste Zahl an arbeitslosen
Menschen in den Sommermonaten. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat Juli ist dieses Jahr sehr moderat ausgefallen“, sagte Peter Garbrecht, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Kiel. Gründe seien unter anderem darin zu sehen, dass die Sommerferien früher endeten und viele junge Menschen bereits in die Ausbildung gestartet und Wiedereinstellungen frühzeitiger vorgenommen worden seien.

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