Arbeitslosigkeit nimmt weiter ab

Petra Eylander ist neue Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel.
Petra Eylander ist neue Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel.

Arbeitslosenquote im Kreis Plön lag 2017 sieben Mal unter fünf Prozent / „Das hat es in den letzten 30 Jahren nicht gegeben“

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03. Januar 2018, 12:34 Uhr

„Der Dezember bestätigt die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes im Kreis Plön der letzten Monate. Mit der Zahl von 3160 arbeitslosen Menschen haben wir den niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit in einem Dezember seit mehr als 30 Jahren zu verzeichnen.“ Mit dieser Feststellung hat Petra Eylander, Leiterin der Agentur für Arbeit Kiel, gestern die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen für den Monat Dezember kommentiert.

Im letzten Monat des Jahres sei die Zahl der Arbeitslosen zwar leicht um 65 Personen gestiegen, aber im Vergleich zum Vorjahr seien es 254 weniger. Besonders ältere Arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen profitierten von der aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt. In beiden Personengruppen sei die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Dezember 2016 überproportional mit 9,1 Prozent (Ältere) und 17,5 Prozent (Langzeitarbeitslose) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bleibe auch vor dem Jahreswechsel mit 4,9 Prozent unter der Fünf-Prozent-Marke.

Der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit vom November in den Dezember sei mit 65 Personen so niedrig ausgefallen wie zuletzt im Jahr 2006, sagt Petra Eylander weiter. Der robuste Arbeitsmarkt im Kreis Plön mit seinen vielen klein- und mittelständischen Betrieben sei aktuell ein Garant für diese guten Ergebnisse.

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter Plön seien im Dezember 104 freie Stellen gemeldet worden. Eine gesteigerte Nachfrage habe es vor allem im Baugewerbe, im Wirtschaftszweig Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheits- uns Sozialwesen gegeben.

Im ganzen vergangenen Jahr seien 1632 neue sozialversicherungspflichtige Stellen registriert worden, 86 mehr als im „Rekordjahr“ 2016. „Das ist ein bärenstarkes Ergebnis“, sagt Petra Eylander, besonders erfreulich für die Arbeitssuchenden, die eine Beschäftigung gefunden hätten – nicht zuletzt mit Hilfe der Arbeitsagentur oder des Jobcenters mit einem bewährten Mix aus Vermittlung und Qualifizierung.

Im Jahresdurchschnitt seien im Kreis Plön 3268 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, 221 weniger als im Jahr 2016. „25 Jahre ist es her, dass der Jahresdurchschnittswert mit 3260 leicht unter dem aktuellen Ergebnis lag. Der Arbeitsmarkt im Kreis Plön hat sich in den letzten zwölf Monaten sehr aufnahmefähig gezeigt. Arbeitslosigkeit konnte im Jahreszyklus beginnend mit rund 3700 arbeitslosen Menschen im Januar und damit dem Höchstwert des Jahres auf knapp unter 3100 im September und Oktober deutlich reduziert werden. Unter 3000 ging es nie – aber vielleicht klappt es in einem Monat des Jahres 2018.“

Die aktuelle Nachfrageseite gebe das auf jeden Fall her. Dort sei es nach einer kleinen Zäsur im Sommer stets steil nach oben gegangen, so dass der Rekordwert aus dem Vorjahr an gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen für den Kreis Plön noch überschritten worden sei.

Insgesamt sieben Mal habe zudem die Arbeitslosenquote in den zwölf Monaten des Jahres 2017 unter fünf Prozent gelegen. „Das hat es in den letzten 30 Jahren nicht gegeben. Für das Jahr 2018 erwarte ich eine Konsolidierung des lokalen Arbeitsmarktes. Herausforderungen werden dabei die Integration von langzeitarbeitslosen und geflohenen Menschen in den Arbeitsmarkt sein“, sagt Eylander.

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