Osterberg-Institut : Arbeitslosigkeit darf kein Familienerbe werden

Schützenhilfe im Kampf von Familien gegen das Schicksal Arbeitslosigkeit versprachen die CDU-Politiker Herlich Marie Todsen-Reese, Ralf Brauksiepe und Philipp Murmann den Institutsleitern Jürgen Meereis und Katarina  Weier (von rechts).   Foto: buhmann
Schützenhilfe im Kampf von Familien gegen das Schicksal Arbeitslosigkeit versprachen die CDU-Politiker Herlich Marie Todsen-Reese, Ralf Brauksiepe und Philipp Murmann den Institutsleitern Jürgen Meereis und Katarina Weier (von rechts). Foto: buhmann

Arbeitslosigkeit darf nicht vererbt werden: Dieses Ziel verfolgt das Osterberg-Institut mit einem neuen Projekt.

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21. Juni 2012, 12:35 Uhr

Niederkleveez | Es soll von langer Erwerbslosigkeit betroffene Familien ermutigen, mit vielfach koordinierter Hilfestellung von außen frisches Vertrauen in die eigenen Kräfte zu entwickeln.

Politische Unterstützung dafür signalisierte gestern Dr. Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. "Wir begrüßen ausdrücklich ganzheitliche Ansätze bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit. Die dafür notwendige Handlungsfähigkeit der Jobcenter vor Ort sind durch die neuen gesetzlichen Möglichkeiten für die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik grundsätzlich gegeben", betonte der Staatssekretär.
"Was bedeutet es für Kinder, wenn die Eltern nie zur Arbeit gehen"

Er war durch die Vermittlung seiner beiden CDU-Bundestagskollegen Ingo Gädechens und Dr. Philipp Murmann auf ein Modellprojekt aufmerksam geworden, in dem voriges Jahr 14 Familien "mit Mann und Maus" eine Woche lang im Osterberg-Insitut lernten, ihre persönliche Situation neu zu bewerten. Resultat war bei vielen ein Motivationsschub, wieder den Kampf um einen Arbeitsplatz aufzunehmen.

"Was bedeutet es für Kinder, wenn die Eltern nie zur Arbeit gehen und sie so auch keine Perspektiven für sich sehen", umriss Institutsleiter Jürgen Meereis den Ansatz des Pilotprojektes, das damals weitgehend "aus Bordmitteln" und mit Sponsorengeld auf die Beine gestellt wurde. Jetzt versucht das Institut, dieses Angebot mit Hilfe von Jobcentern und Kommunen fest zu verankern; als nächster Schritt ist eine Überprüfung der durch die Motivationsarbeit individuell ausgelösten Schritte geplant. Meereis sagte, dass er bereits mit Kommunen über die Umsetzung spreche.

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