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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

Arbeitskreis soll in Plön für Ruhe sorgen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Paustian entschuldigte sich vor Hauptausschuss

von
erstellt am 20.Apr.2015 | 19:56 Uhr

„Das war unglücklich für alle Seiten.“ Mit diesen Worten entschuldigte sich Bürgermeister Jens Paustian gestern Abend im städtischen Hauptausschuss für das Versäumnis, die Satzung über die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren seit Jahren nicht erhöht zu haben. Nach ersten Berechnungen soll der Stadt Plön dadurch ein Schaden von mindestens einer halben Million Euro entstanden sein.

Im Ergebnis des Hauptausschusses soll jetzt zunächst ein weiteres Gespräch zwischen Jens Paustian und den Fraktionsvorsitzenden der Ratsversammlung stattfinden und ein Arbeitskreis zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken gegründet werden. Das kommentierte Jens-Uwe Seligmann (FWG), der als Zuschauer teilnahm, gestern Abend mit den Worten: „Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis...“

„Damit solche Fehler nicht noch einmal passieren, müssen wir in der Verwaltung miteinander sprechen“, warb Paustian für Verständnis. Doch es sei passiert und man sollte jetzt in die Zukunft schauen. Die neue Straßenreinigungssatzung sei im
Juni/Juli fertig.

Und für die Zukunft kündigte Plöns Bürgermeister einen häufigeren Informationsaustausch mit den Fraktionsvorsitzenden an. Außerdem sollen Beschlüsse über das Ratsinformationssystem „Alris“ verfolgt werden können, um nicht den Überblick zu verlieren.

Und fast hätte Paustian den Disput mit Ingo Eitelbach, Vorstand der Stadtwerke Plön, vergessen: „Der Disput ist nicht gut“, sagte Paustian. Verwaltung, Ratsversammlung und Stadtwerke sollten einen gemeinsamen Weg finden. Paustian bot der Ratsversammlung, die ihm das Vertrauen nur noch bis zum Ende seiner Amtszeit aussprach (der OHA berichtete), eine konstruktive Zusammenarbeit an. Er könne das Versäumnis nicht zurückdrehen und wolle künftig die Ratsversammlung besser in die Arbeit einbinden.

Thorsten Pfau (SPD) nannte Kommunikation und Information als Problemfelder und forderte eine Zielvereinbarung. Darin solle festgehalten werden, wer welche Aufgaben übernehme und welche Probleme der Bürgermeister zu lösen habe. Und Oliver Hagen fügte hinzu: „Der Bürgermeister soll sagen, welche Themen er in den nächsten zwei Jahren zur Chefsache machen will.“

„Da kann ich meinen
Wahlflyer als eigene Grundlage nehmen, die Beschlüsse muss schließlich die Ratsversammlung fassen“, sagte der bis 2016 direkt gewählte Jens Paustian. Und Thorsten Pfau erklärte Paustian: „Es geht hier nicht um politische Entscheidungen, sondern um die Frage der Zusammenarbeit. Das steht in keinem Programm.“ 

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