Appell in „sicherheitspolitisch unruhigen Zeiten“

Die vier Kompanien des Aufklärungsbataillons waren auf dem Oberst-Hermann-Platz der Rettberg-Kaserne angetreten.
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Die vier Kompanien des Aufklärungsbataillons waren auf dem Oberst-Hermann-Platz der Rettberg-Kaserne angetreten.

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29. Juni 2018, 15:59 Uhr

Erster Appell für den neuen Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ in der Rettberg-Kaserne: Oberstleutnant Tobias Aust, seit Anfang April Chef der Eutiner Aufklärer, hatte gestern Vormittag nicht nur Beförderungen und Auszeichnungen vorzunehmen (siehe Infokasten), sondern schwor seine Soldaten auch auf die veränderte Weltlage ein. Die anhaltende Migrationsbewegung, internationaler Terror, die veränderten Beziehungen zu Staaten wie den USA und Russland seien untrügerisches Zeichen, in „sicherheitspolitisch unruhigen Zeiten“ zu leben, so Aust. Derartige Zeiten erforderten einsatzfähige Streitkräfte. Und einsatzfähig meine kriegsfähig, so Aust, der jedoch diesen Begriff im direkten Zusammenhang mit „friedenssichernd“ verstanden haben möchte.

Aust rief bei diesem traditionellen Quartalsappell in der Rettberg-Kaserne seine Soldaten dazu auf, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und gründlich zu arbeiten. „Schwatzhaftigkeit ist kein guter Wegbegleiter“, sagte der Kommandeur. Es liege an jedem Soldaten, „den gesunden Menschenverstand walten zu lassen“, so Aust.

Sein Bataillon sieht der neue Chef in einem Spannungsfeld. Auf der einen Seite gehe es darum, „die Soldaten bestmöglich auszubilden für den Einsatz in Afghanistan“, auf der anderen Seite stehe aktuell die Verteidigungsbereitschaft der Truppe im Fokus. Aust gab die Marschrichtung deutlich vor: „Wir sind das Auge und Ohr der Brigade 41.“

Und deshalb sei insbesondere die gewissenhafte Ausbildung ein wichtiger Faktor, so Aust. „Entscheidend ist unser Können – und das in Zeiten kreativer Materialwirtschaft“, sagte der Oberstleutnant.

Rückblickend lobte Aust besonders die 2. Kompanie für die Übung „Rote Lanze“ (wir berichteten), blickte auf die nächste Übung im August und konstatierte: „Jeder Tag, an dem geübt wird, ist ein guter Tag.“

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