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Appell gegen Wasserspiele und Versetzung des Ehrenmales

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

Erneut warnt die Bürgergemeinschaft Eutin vor Fehlentscheidungen der Stadtvertreter bei der Umgestaltung des Eutiner Marktes. In einer gestern verbreiteten Erklärung fordert Sprecherin Regine Jepp alle engagierten Menschen auf, an der Veranstaltung „Happy City“ morgen (21. November) von 14 bis 18 Uhr im Sitzungssaal der Kreisverwaltung teilzunehmen und ihre Stimme gegen einige Gestaltungsideen zu erheben.

Regien Jepp erinnert an einer Reihe von Leserbriefen im OHA gegen „Versetzungsbestrebungen“ für das Ehrenmal, das seit 1875 die „gefühlte Mitte“ des Marktplatzes bilde.

Für viele Eutinerinnen und Eutiner sei das Ehrenmal von seiner Stelle nicht mehr wegzudenken. Dabei spiele sicher auch das ansprechende Umfeld mit Bänken, die außerhalb der kalten Wintermonate eigentlich immer von Besuchern belagert würden, eine große Rolle.

Viele älterer Einwohner nutzen die Sitzgelegenheiten, um während der Ein-käufe etwas zu verschnaufen oder einfach die schöne Atmosphäre des Marktes auf sich wirken zu lassen. Hier könne man sitzen, ohne etwas verzehren zu müssen.

Leider scheine eine Mehrheit der Stadtvertreter noch immer nicht davon überzeugt zu sein, dass es besser wäre, diese historisch gewachsene Situation unangetastet zu lassen. Der Vorschlag der Grünen, die Entscheidung über Verbleib oder Versetzung mit einem Bürgerentscheid zu unterfüttern, sei von der Mehrheit der Stadtvertretung abgelehnt worden. Jepp: „Es ist zu hoffen, dass sich in der näheren Zukunft viele Bürgerinnen und Bürger, die das Ehrenmal an alter Stelle behalten möchten, äußern.“

Überlegungen, auf dem Markt sogenannte Wasserspiele zu installieren, erteilt Regine Jepp eine Absage. Bei denen dürfte das Problem der Reinhaltung in den Vordergrund geraten. „So etwas sieht nur gut aus, wenn es sauber und adrett ist, aber leider bleiben auf diesen feuchten Flächen Blätter, Bonbonpapiere und vieles andere gern kleben.“

In Lübeck am Klingenberg sprühten die Fontänen aus Kosten- und Wartungsgründen nur noch in einer erheblich verkürzten Zeitspanne. Im Herbst müssten die Spritzdüsen sehr frühzeitig abgeschaltet werden, um ein Vereisen zu verhindern.

Vergleichbare „Sprudel“ gebe es in Neustrelitz, Hamburg, Mannheim, Saarlouis, Ilmenau, Limburg und in anderen Städten. Die Kleinstadt Wehrheim im Taunus habe von einer Installation dieser Art vor drei Jahren Abstand genommen, weil sich der Kostenvoranschlag der 100  000-Euro-Marke genähert habe.

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