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Anwohner lassen sich durch Sana-Zaun nicht aufhalten

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Seit Ende Mai ist der Stichweg zwischen der Plöner Straße und der Sana-Klinik durch ein Tor versperrt. Doch abgefunden haben die Anwohner sich auch nach rund drei Monaten damit noch nicht. Und schaffen einfach vollendete Tatsachen.

Denn längst gibt es mehrere Trampelpfade, mit denen das Tor umgangen wird. Einer führte bis vor wenigen Tagen über den benachbarten Friedhof. Unbekannte hatten den an das Tor angrenzenden Maschendrahtzaun niedergedrückt. Sehr zur Freude der Anwohner.

So wie Bruno und Erika Neller. Mehrmals wöchentlich muss Erika Neller, die auf einen Rollator angewiesen ist, zur Behandlung in die Sana-Klinik. Früher habe sie das zu Fuß geschafft, schildert ihr Mann. Doch durch die Wegsperrung sei der Weg so lang geworden, dass seine Frau das nicht mehr schaffe. So ist das Ehepaar auf ein Taxi angewiesen. „Das sind pro Woche 30 Euro“, rechnet der Rentner vor.

Zwar war auch der Trampelpfad für den Gehwagen seiner Frau nicht geeignet. Gut fand er ihn trotzdem. Allein schon aus Prinzip. „Warum bitte ist der Weg denn erst aufwendig gepflastert worden, wenn man ihn nicht benutzen darf?“

Die Sana-Klinik hingegen ist über die Schleichwege alles andere als erfreut. Denn sie habe den Zaun schließlich aus Sicherheitsgründen aufgebaut, sagt Unternehmenssprecher Alexander Melfert. „Die Trampelpfade waren nicht unser Ziel.“

Ganz generell finde er es schade, dass es zu Sachbeschädigungen komme, so Melchert. „Und dass es immer wieder Leute gibt, die auch vor Kircheneigentum nicht Halt machen.“ Mit Sachbeschädigung hatte in den vergangenen Tagen auch die Sana-Klinik zu kämpfen. In der Nacht von Montag auf Dienstag hatten Unbekannte das Schloss des Tores so beschädigt, dass die Tür sich nicht mehr öffnen ließ.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

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