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Eutin : Anny-Trapp-Preis für ein beispielhaftes Wohnprojekt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verein „Lebensträume“ wurde für ein Wohnprojekt in Bad Schwartau ausgezeichnet.

von
erstellt am 23.Dez.2013 | 00:33 Uhr

„Anny Trapp hätte sich riesig über diese Preisverleihung gefreut.“ So eröffnete die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn ihre Laudatio auf den Verein „Lebensträume“. Und am Ende waren sich Mitglieder und Gäste des Vereins Anny-Trapp-Preis einig: Die von Eltern von Kindern mit Handicaps gegründete Initiative hat mit ihrem Wohnprojekt in Bad Schwartau sozial Beispielhaftes realisiert.

„Bei der Gründung im Mai 2007 waren wir 13 Mitglieder, heute sind es 85. Unser Ziel war es, ein Wohnprojekt abseits der großen Einrichtungen zu schaffen, in dem unsere mittlerweile erwachsenen Kinder in Selbstbestimmung und Eigenständigkeit zusammen leben können. Das haben wir in Zusammenarbeit mit der Paritätischen Pflege Schleswig-Holstein geschafft, aber wir haben noch mehr vor“, betonte Christine Burdorf, die Vorsitzende des Vereins „Lebensträume“.

Sie nahm freudestrahlend aus den Händen von Eutins ehemaliger Bürgervorsteherin Gisela Poersch die Urkunde zur 23. Verleihung des Anny-Trapp–Preises entgegen. Verbunden damit sind 1500 Euro. Das Geld komme wie gerufen zum Kauf neuer Möbel: „Da fehlt uns noch Einiges“, so Burdorf.

Poersch erinnerte als Vorsitzende des Preisverleihungsvereins daran, dass die ehemalige Eutiner Kreispräsidentin und Landtagsabgeordnete Anny Trapp soziales Engagement vorgelebt habe. „Kümmert euch um die, die am Rande stehen“, habe sie von der Politik gefordert. Unter dem Blickwinkel habe der Verein „Lebensträume“ den Preis besonders verdient.

Das unterstrich auch Bettina Hagedorn in ihrer eindrucksvoll persönlich gehaltenen Laudatio. Sie verfolge das Wohnprojekt seit zwei Jahren und sei bewegt von der Tatkraft, mit der die Eltern ihren Traum, für ihre verschieden behinderten Kinder ein lebenslang sicheres Zuhause zu schaffen, verwirklicht hätten. Mit dem Kauf eines großen Hauses in Bad Schwartau und dessen für sieben Bewohner individuell passende Raumgestaltung sei 2012 ein Modell entstanden, das bundesweit seinesgleichen suche. „Euer Erfolg macht den Menschen Mut, die nicht immer einfache Aufgabe zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe anzupacken“, sagte Hagedorn an die Adresse der Preisträger.

Christine Burdorf hob hervor, dass jeder der sieben Bewohner sich seit dem Einzug „persönlich so außerordentlich entwickelt hat, wie wir uns das nicht haben vorstellen können.“ Dafür sagte sie den 15 Betreuern Dank.

 

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