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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 13:41 Uhr

Annemarie Stark hat im Kaukasus trainiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 12:23 Uhr

Annemarie Stark vom Boxring TSV Plön bereitet sich auf die Frauen-Weltmeisterschaft vor, die vom 13. bis 25. November in Jeju (Südkorea) stattfindet. Sie war jetzt zu einem zweiwöchigen Trainingslager im Team der deutschen Nationalstaffel zusammen mit der russischen Frauen-Staffel im Kaukasus in Kislowodsk.

Die Plöner Kader-Boxerin absolvierte ein Grundlagentraining in der 130 000-Einwohnerstadt im Nord-Kaukasus. Mit täglich drei Einheiten Höhentraining auf 1500 Metern wurden die zwölf deutschen Boxerinnen hart gefordert, insbesondere in den Sparringseinheiten mit ihren russischen Kontrahentinnen. „War schon das Training knüppelhart, so hatte unser Rugby-Duell mit den Russinnen noch eine stärkere Dimension“, berichtete Annemarie Stark. Es ging im Kampf um den Medizinball kompromisslos zu Sache. „Vom Sparring habe ich absolut keine Blessuren bekommen, aber beim Ziehen, Drängeln und Schieben um den Lederball sind deutliche Striemen in bunten Farben noch heute sichtbar“, sagt Annemarie Stark. Die deutschen Sportlerinnen haben das Match mit sechs Toren Vorsprung gewonnen. Vergessen war damit die „Packung“ vom Vortag, als die Russinnen beim Basketball die deutschen Boxerinnen förmlich vorgeführt hatten.

Unmittelbar nach der Rückkehr berichtete Annemarie Stark ihrem Heimtrainer Erhard Garbrecht von den Trainingsinhalten. Auf dem Programm stehen jetzt Trainingstage im Olympiastützpunkt Gifhorn bei Bundestrainer David Hoppstock, es folgt eine Dienstwoche in der Marineunteroffizierschule Plön. Danach beginnt die heiße Phase der WM-Vorbereitung mit dem Trainingslager zur Zeitanpassung in Peking/China und wieder gemeinsam mit den Russinnen in der ostsibirischen Hauptstadt Irkutsk. Von dort erfolgt dann der Direktflug zu den Welttitelkämpfen nach Südkorea.

Beim Anflug von Frankfurt nach Moskau hatte der Flieger gut 45 Minuten Verspätung, so dass das Anschlussflugzeug in den Kaukasus eigentlich bereits abgehoben haben sollte. Dass das deutsche Frauenteam dennoch auf den reservierten Flugzeugsesseln sitze konnte, müsse besonderen Kontakten geschuldet sein, meint Annemarie Stark. Kurzum, die 15köpfige Sportdelegation im Nationaldress rannte in Reihe in höchstem Tempo durch den Moskauer Flughafen und ohne zeitintensive Formalitäten in den am Terminal extra warten-den Düsenjet.

In bester Erinnerung bleiben Annemarie Stark die herzliche Atmosphäre und die hervorragende Sportler-Verpflegung. „Es fehlte an nichts, das Personal war von besonderer Herzlichkeit“, lobte Stark die mütterliche Betreuung durch die Service-Damen.

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