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Ostholsteiner Anzeiger

21. November 2017 | 16:43 Uhr

Eutin : Angriff auf Friedensordnung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die russische Ukraine-Politik bringt die europäische Sicherheitsarchitektur ins Wackeln. Diese Sorge äußerte am Dienstag der Europa-Parlamentarier Alexander Graf Lambsdorff (FDP) in Eutin.

von
erstellt am 29.Apr.2014 | 15:55 Uhr

Als „Rückfall in die schlechte alte Zeit Europas“ hat Alexander Graf Lambsdorff, Spitzenkandidat der FDP zur Europawahl, die russische Ukraine-Politik verurteilt. Die Annexion der Krim und die Vorgänge in der Ost-Ukraine seien „ein Angriff auf die europäische Friedens- und Sicherheitsordnung“, sagte er am Dienstag bei einer Veranstaltung des Unternehmensverbandes Ostholstein-Plön in Eutin.
„Wir haben es geschafft, dass Interessenskonflikte am Konferenztisch und nicht im Schützengraben ausgetragen werden“, hob Graf Lambsdorff die Abkehr von kriegerischen Aktionen als Erfolg der europäischen Integration hervor. Dies basiere auch auf den vor 40 Jahren vom damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher maßgeblich mit entwickelten Grundsätzen für die Konferenz zur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, mit denen die Unverletzlichkeit der Grenzen und die freie Vertragswahl von Staaten festgeschrieben seien. Erstmals seit 1945 seien von Russland mit der Annexion der Krim nationale Grenzen gegen den Willen des betroffenen Staates verändert worden. „Wir wissen nicht, wie weit die Russen noch gehen werden“, äußerte der FDP-Politiker seine Besorgnis über die aktuelle Entwicklung im Osten der Ukraine. Er wollte nicht ausschließen, dass daraus gravierende Veränderungen für die bisherige Friedensarchitektur in Europa folgen könnten.

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