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Rettung per Hubschrauber : Angler kentern auf Ostsee

vom

Es kam auf jede Minute an: Drei Angler sind 800 Meter vor der Küste bei Sütel gekentert und drohten, durch den Wind noch weiter abgetrieben zu werden – bei acht Grad kalter See.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 09:45 Uhr

Sütel | Dramatische Rettungsaktion auf der Ostsee vor Ostholstein: Bei Sütel südlich von Fehmarn sind am Donnerstag drei Angler mit ihrem Motorboot gekentert, das teilte die Wasserschutzpolizei am Freitag mit. Sie trieben auf dem kieloben schwimmenden Boot etwa 800 Meter vor der Küste und drohten noch weiter abzutreiben – bei Windstärke 5 aus Osten und nur acht Grad Wassertemperatur.

Ein Ehepaar hörte an Land die verzweifelten Hilferufe. Gegen 13.30 Uhr alarmierten sie die Rettungskräfte. Unter spektakulären Umständen gelang es, die Verunglückten zu bergen. Am Strand wurden die Kameraden der Feuerwehr Neukirchen, drei Rettungswagen, zwei Notärzte, zwei Hubschrauber der Bundespolizei und Polizeikräfte zusammengezogen. Von See aus liefen der Seenotrettungskreuzer „Hans-Hackmack“ der DGzRS und das Polizeiboot „Falshöft“ aus Kiel die Unglücksposition an. Der Hubschrauberbesatzung der Bundespolizei gelang es noch vor Eintreffen der Boote die völlig durchnässten Angler über eine Seilwinde zu bergen. Am Strand wurden die Urlauber aus Xanten (NRW) dann sofort an die Rettungsdienste in die notärztliche Versorgung gegeben. Die Verunglückten im Alter zwischen 54 und 59 Jahren wurden mit Unterkühlungen auf umliegende Kliniken verteilt. Der Zustand eines Mannes wurde so kritisch eingeschätzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in die Intensivstation geflogen werden musste. Am Freitag meldete die Klinik, dass der Mann außer Lebensgefahr sei.

Die Wasserschutzpolizei in Heiligenhafen versucht nun die näheren Umstände des Unfalls zu klären. Die Ermittlungen werden dabei unter anderem auf die nautische Befähigung, die Ausrüstung und das Motorboot gerichtet. Alkohol kann an dieser Stelle bereits als mögliche Unfallursache ausgeschlossen werden.

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