Aus dem Amtsgericht : Angeklagter kommt mit Ermahnung davon

Mit der Einstellung des Verfahrens endete gestern eine Verhandlung wegen Körperverletzung gegen einen 18-jährigen Eutiner.

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11. Oktober 2012, 11:20 Uhr

Eutin | Der junge Mann sollte seiner Exfreundin laut Anklage absichtlich eine Schiene von der Hand gerissen haben, die sie zum Schutz einer verletzten Kapsel trug. Das hatte der Angeklagte allerdings ganz anders in Erinnerung. Seine Ex-Freundin sei vielmehr auf ihn losgegangen, schilderte der junge Mann. "Ich habe meine Hand davor gehalten, als sie mich schlagen wollte, dabei fiel die Schiene ab."

Die Geschädigte selbst war wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht vor Gericht erschienen. Die Aussagen weiterer Zeugen waren widersprüchlich. Ein Freundin der Geschädigten erklärte jedoch, dass der Angeklagte aus ihrer Sicht die Schiene nicht absichtlich heruntergerissen habe, auch wenn die Aggression von ihm ausgegangen sei. Zuvor habe sich ihre Freundin dem Angeklagten in den Weg gestellt, als dieser auf einen anderen Jugendlichen habe losgehen wollen.

Amtsrichter Otto Witt reichten diese Aussagen. Er stellte das Verfahren unter Ermahnung des Angeklagten ein. Das dürfte der Anwältin des jungen Mannes recht gewesen sein. Sie hatte sich bereits zuvor verwundert gezeigt, dass es in der Sache überhaupt zu einer Verhandlung gekommen war.

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