Anerkennung für politischen Einsatz

Ehrennadel, Urkunde und Applaus von Innenminister Grote für Karlheinz Jepp (Foto oben, rechts), und Ulrich Rüder (Foto unten, rechts). Fotos: Andrea Lange.
Ehrennadel, Urkunde und Applaus von Innenminister Grote für Karlheinz Jepp (Foto oben, rechts), und Ulrich Rüder (Foto unten, rechts). Fotos: Andrea Lange.

Einsatz von Ulrich Rüder (CDU) und Karlheinz Jepp (SPD) wurde ausgezeichnet

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22. November 2018, 11:31 Uhr

In Anerkennung ihres jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements in der Kommunalpolitik sind gestern zwei Männer aus Ostholstein mit der Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel ausgezeichnet worden. Ulrich Rüder (Scharbeutz) und Karlheinz Jepp (Eutin) gehörten zu
32 Kommunalpolitikern aus Schleswig-Holstein, die von Innenminister Hans-Joachim Grote in Rendsburg ausgezeichnet wurden.

Karlheinz Jepp (SPD) war von 1993 bis Frühjahr dieses Jahres Abgeordneter des Kreistages Ostholstein. Seit 2004 gehört er der Eutiner Stadtvertretung an und war stets 1. oder 2. stellvertretender Bürgervorsteher. Während der gesamten Zeit wirkte Jepp auf Kreis- und Stadtebene in zahlreichen politischen Gremien mit, teilweise auch als Ausschuss-Vorsitzender. So leitete er zum Beispiel von 1998 bis 2003 den Finanzausschuss des Kreistages, eine Zeit mit einem hohen Schuldenstand des Kreises. „Obwohl der Schuldenabbau und die Konsolidierung im Vordergrund seiner Tätigkeit standen, war er bemüht, gleichzeitig Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich zu vermeiden,“ hieß es in der Laudatio. Es war auch die Zeit, in der in Ratekau eine integrierte Gesamtschule geschaffen wurde.
Als Stadtvertreter setze sich Karlheinz Jepp vor allem für eine städtebauliche Entwicklung und Gestaltung ein, die das kulturelle Erbe berücksichtige.

Ulrich Rüder (CDU) war Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz und ließ sich nach Einritt in den Ruhestand als Kreistagsabgeordneter ehrenamtlich in die Pflicht nehmen. 15 Jahre gehörte er dem Kreistag an, von 2013 bis 2018 übte er das zeitintensive Ehrenamt des Kreispräsidenten aus. Zuvor war er 2009 bis 2013 der erste Stellvertreter des Landrates.

Als Kreispräsident habe er mit großer Sachkenntnis die Sitzungen des Kreistages geleitet, heißt es in der Laudatio, und weiter: „Seine Tätigkeit als Kreistagsabgeordneter und Kreispräsident nahm Herr Rüder immer zum Wohl für den Kreis Ostholstein und seine Einwohnerinnen und Einwohner wahr. Sein Wirken war von der Verantwortung sowie Respekt und Verständnis für politisch Andersdenkende geprägt.“

Während seiner Amtszeit als Kreispräsident seien Entscheidungen und Angelegenheiten für den Kreis Ostholstein gefallen. Dazu gehören zum Beispiel die Auswirkungen der Festen Fehmarnbeltquerung mit der Schienenhinterlandanbindung, die Haushalts- und Finanzsituation mit der langen Konsolidierungsphase oder der Aktionsplan Inklusion, den Ostholstein nach intensiver Vorarbeit im Oktober 2016 als erster Kreis nach der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen hat. Zu seinem Ausscheiden aus dem Kreistag war Ulrich Rüder die Ehrennadel des Kreises Ostholstein verliehen worden.

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