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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 23:57 Uhr

Andreas Riemke bleibt im Amt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zweite Amtszeit für Bosauer Gemeindewehrführer / Kreiswehrführer: Gespräche zu ungenauen Alarmierungen durch die Leitstelle geplant

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2016 | 13:04 Uhr

Andreas Riemke bleibt Chef der Bosauer Gemeindewehr. Die Jahresversammlung in der Hutzfelder Turnhalle bestätigte den 56-Jährigen am Freitagabend mit 116 von 127 Stimmen im Amt. Der pensionierte Bundeswehrsoldat geht damit in seine zweite, sechsjährige Amtszeit. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde sein Stellvertreter, Michael Ziemann, der auf 121 von 127 Stimmen kam.

Die Zahl der Aktiven ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Gehörten Ende 2014 noch 211 Feuerwehrleute den acht Ortswehren an, waren es Ende 2015 drei weniger. Die Zahl der Frauen sank von 24 auf 23 und liegt damit minimal über dem Landesdurchschnitt. „Es muss uns aber in den nächsten Jahren gelingen, den Frauenanteil auf 15 bis 20 Prozent zu steigern“, forderte Riemke. Nur dann könnten die Mitgliederzahlen stabil gehalten werden.

Zwei junge Feuerwehrleute aus Hutzfeld und Löja hatte die Gemeindewehr Ende Februar bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Hutzfeld und dem Hassendorfer Kreuz verloren. Sie waren erst 19 und 21 Jahre alt. „Wir werden die beiden nicht vergessen“, sagte Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt in seinem Grußwort, nachdem die Versammlung der Verstorbenen gedacht hatte.

Mit 47 Einsätzen verzeichnete die Wehr 2015 acht Einsätze weniger als im Vorjahr. Darunter waren acht Feuer und 35 Hilfeleistungen. Dazu gehörten drei Verkehrsunfälle, zwei Bootseinsätze auf dem Plöner See, zwei Türöffnungen, 14 Unwettereinsätze und zwei Mal das Beseitigen von Ölspuren. In einem Fall rückte die Wehr Hutzfeld-Brackrade aus, um bei der Suche nach abgesägten Fingern für Licht zu sorgen. Zu den Feuern zählte ein Küchenbrand in Wöbs, bei dem es drei Verletzte gab, ein Flächenbrand, ein Heckenbrand, ein Mähdrescherbrand, ein Busch- und Komposthaufenbrand sowie ein Pkw-Brand. Erfreulich aus Sicht des Gemeindewehrführers: 2015 kam es lediglich zu drei Fehlalarmierungen.

Ebenfalls erfreulich: Die Basis für neue, junge Aktive hat sich mit dem Antritt von Jugendwart Alexander Daum im vergangenen Jahr erheblich verbessert. Die Zahl der Mitglieder der Jugendwehr stieg deutlich von zwölf auf 27. Jetzt müssten Fahrgemeinschaften gebildet werden und der Platz werde knapp, sagte Bürgermeister Mario Schmidt. Doch mit diesem Luxusproblem könne er gut leben.

Nicht immer optimal verlaufen offenbar die Alarmierungen der einzelnen Wehren, worauf Riemke zum Schluss der Versammlung einging. So habe die Leitstelle die Wehr erst vor wenigen Wochen ans Hassendorfer Kreuz statt an das Hassendorfer Dreieck zu einem tödlichen Verkehrsunfall geschickt. Auch die Alarmierungen bei Türöffnungen hätten nicht immer so geklappt wie gewünscht. Die Entscheidungen treffe aber nicht er, sondern der jeweilige Disponent in der Leitstelle Süd, erklärte Riemke.

Kreiswehrführer Thorsten Plath ergänzte, das Problem betreffe auch Eutin und andere Kommunen. Deshalb seien jetzt Gespräche zwischen den Kreiswehrführern der drei betroffenen Kreise Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg mit den jeweiligen Fachleitern der Kreise und der Leitstelle geplant. „Wir werden diese Punkte zeitnah besprechen“, kündigte Plath an. Hoffnung setzen die Wehren dabei offenbar auf das neue Alarmierungssystem „Cobra 4“. Dies werde voraussichtlich im Mai eingeführt, berichtete Plath.

Für ihr herausragendes Engagement geehrt wurden folgende Aktive: Ulf Jacobsen (Hassendorf) erhielt das Feuerwehrehrenkreuz in Silber, die bronzene Variante erhielten Torsten Westphal (Hassendorf) und Ernst-Günter Friederichsen (Liensfeld-Kiekbusch). Für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Norman Arendt (Hutzfeld-Brackrade) und Marco Block (Braak-Klenzau). Zum Oberbrandmeister befördert wurde der neue Ortswehrführer Hutzfeld-Brackrade, Andreas Jakubenko, sein Amtskollege Frank Mielke von der Wehr Liensfeld-Kiekbusch zum Brandmeister. Mathias Junge (Hutzfeld-Brackrade) ist nun Löschmeister.

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