An die Geschichte erinnern

Kreispräsident Peter Sönnichsen, kraft Amt Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge, eröffnete mit Landrätin Stephanie Ladwig und Jürgen Spill die Ausstellung Flucht und Vertreibung im Plöner Kreishaus. Spill ist Beauftragter im Landesverband der Kriegsgräberfürsorge für die Zusammenarbeit mit Reservisten in Schleswig-Holstein und Hamburg und war bei der Eröffnung ebenso anwesend wie der stellvertretende Landesvorsitzende Manfred Koch.
Kreispräsident Peter Sönnichsen, kraft Amt Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge, eröffnete mit Landrätin Stephanie Ladwig und Jürgen Spill die Ausstellung Flucht und Vertreibung im Plöner Kreishaus. Spill ist Beauftragter im Landesverband der Kriegsgräberfürsorge für die Zusammenarbeit mit Reservisten in Schleswig-Holstein und Hamburg und war bei der Eröffnung ebenso anwesend wie der stellvertretende Landesvorsitzende Manfred Koch.

Eine Ausstellung zur Bewahrung der Erinnerungskultur wurde von Kreispräsident Peter Sönnichsen im Kreishaus eröffnet

shz.de von
01. Juni 2018, 18:18 Uhr

Flucht und Vertreibung sind nicht nur ein Thema des 20. Jahrhunderts, sondern aktuell wie nie. Die Erinnerungskultur zu bewahren, hat sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur Aufgabe gemacht. Eine Wanderausstellung des Bundesverbandes im Foyer des Plöner Kreishauses erinnert an die Opfer der Gewaltmigrationen im Umfeld des Zweiten Weltkrieges und beleuchtet aktuelle Fluchtbewegungen aus Kriegsgebieten nach Europa.

Kreispräsident Peter Sönnichsen als Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge eröffnete mit Landrätin Stephanie Ladwig und Jürgen Spill, Beauftragter im Landesverband für die Zusammenarbeit mit Reservisten in Schleswig-Holstein und Hamburg, die Ausstellung. „Die Arbeit wird immer schwieriger“, konstatierte Sönnichsen. „Es geht um die Geste gegenüber den Betroffenen, die weniger werden, und die ganz große Herausforderung, die Geschichte für junge Menschen in Erinnerung zu behalten.“

Er gedachte der Soldaten, die ihr Leben verloren, und der Familien, die das Schicksal mitgetragen haben. Erinnerungen aufrecht zu erhalten sei auch Ziel von Partnerschaften mit dem Baltikum. Ladwig nannte es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten: „Das weckt das Bewusstsein dafür, was Krieg eigentlich bedeutet. Wir müssen die Erinnerungsarbeit aufrecht erhalten, nicht nur in der Pflege der Gräber.“ Flucht und Vertreibung seien für alle Menschen ein traumatisches Erlebnis. „Der Krieg ist nicht vorbei. Hier in Europa sind Menschen auf der Flucht, die Gewalt und Not erlebten“, dankte die Landrätin insbesondere den Ehrenamtlichen, die vor Ort die Integration unterstützen. „Erinnerungsarbeit trägt dazu bei, dass wir den Frieden heute zu schätzen wissen.“

Spill betonte die Bedeutung der Bildungsarbeit in Schulen und im Bereich der Erwachsenenbildung. Die Ausstellung knüpfe an ein geschichtlich wichtiges Thema an, das nicht nur zur Vergangenheit gehöre. „Es beschäftigt uns heute mehr als wir es jemals erwartet hätten“, verwies er auf die gezeigten Beispiele für gelungene Integration. „Die Integration ist nicht gescheitert. Die Ausstellung ermöglicht vielleicht einen kleinen Denkanstoß dazu.“

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