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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 01:54 Uhr

Amtsgebäude wird Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mieterin der Hausmeisterwohnung ist ausgezogen / Um- und Erweiterungsbau soll im November beginnen

von
erstellt am 20.Sep.2015 | 04:00 Uhr

Die Verwaltung des Amtes Ostholstein Mitte und die Vertreter der fünf angehörenden Gemeinden blickten kürzlich im Amtsausschuss erwartungsvoll ins Jahr 2016. Nach dem Auszug der Mieterin aus der Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss des Amtsgebäudes kann mit dem geplanten Umbau begonnen werden. Wenn alles reibungslos läuft, dürften Mitte 2016 alle Mitarbeiter der Verwaltung unter einem Dach sitzen. Bislang residiert das Bauamt in Mieträumen auf der anderen Straßenseite.

Im Verwaltungsausschuss schilderte der Leitende Verwaltungsbeamte Burkhard Busch den aktuellen Stand. Start zum Bau einer zweistöckigen Dachgaube auf der Rückseite soll im November sein. Vor einer Ausschreibung sollen zahlreiche Risse im Mauerwerk, die nach dem Auszug der Mieterin sichtbar geworden seien, vier Wochen lang beobachtet werden. Bei entsprechender Witterung könnte im Frühjahr der Innenausbau beginnen.

Begleitet von den Bauarbeiten im Haus will die Kämmerei nach neuester Planung bis Oktober 2016 sämtliche Abschlüsse der Jahre 2010 bis 2015 für die fünf Gemeinden, die zwei Zweckverbände und das Amt vorlegen. Noch bis Ende dieses Jahres soll den Kommunalpolitikern aus Altenkrempe, Kassee-dorf und Schönwalde der
Abschluss für die Jahre
2010 und 2011 vorliegen,
für Sierksdorf auch der für 2012.

Martin Boesmann (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses der Gemeinde Kasseedorf, schätzt die Situation „inzwischen als dramatisch“ ein. Er rechne ohne belastbare Zahlen mit keinerlei Abschlagszahlungen für Fehlbetragszuweisungen vom Kreis mehr. Der aktuelle Terminplan müsse nun endlich auch umgesetzt werden, forderte er in seinem Ausschuss.

Sierksdorfs Bürgermeister Volker Weidemann (CDU) und der Leitende Verwaltungsbeamte dankten in der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Amtes den Mitarbeitern der Verwaltung ausdrücklich für ihren Einsatz. Eine Kollegin habe trotz Krankheit und körperlicher Einschränkung nach dem „Hamburger Modell“ die Arbeit an den Jahresabschlüssen fortgesetzt.

Das Angebot externer Hilfen hätten die Mitarbeiter dankend abgelehnt. Weidemann wie auch Amtsvorsteher Peter Zink (ABA) hoffen nun auf Durchhaltevermögen der Verwaltung. Das erste Jahr der Doppik sei das schwerste, so Weidemann. Das erkenne man auch an den Mengen von Korrekturbuchungen, die ihm derzeit noch zur Unterschrift vorgelegt würden. Das „Aufräumen“ auf den Konten bescherte den Finanzausschüssen in Schönwalde und Kasseedorf unlängst unerfreuliche Nachrichten. Im Nachtragshaushalt für 2015 müssen beide Gemeinden jeweils 30  000 Euro Ausgleichzahlungen an den Schulverband aufnehmen. Dabei handelt es sich um den Lohnkostenanteil für die Freie Jugendarbeit der Gemeinden für die Jahre 2012 und 2013. Sie standen zwar in den damaligen Haushalten, wurden aber nicht ausgezahlt. Ein Rückgriff auf weiter zurückliegende Jahre sei haushaltsrechtlich nicht möglich.

Amtsvorsteher Peter Zink sagte, dass es im Amtsbereich bei der Unterbringung von Flüchtlingen – 27 werden 2015 noch erwartet – bislang keine Probleme und ausreichend freien Wohnraum gebe. Er ahne aber, dass die Zahl deutlich größer werden könne und man 2016 an die Grenzen stoßen werde.



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