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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 04:10 Uhr

Amt verzichtet auf Neubau in Schönwalde

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Amtsausschuss entscheidet am 3. Dezember über Umbaupläne fürs Bauamt / Wohnungen für Flüchtlinge in Neustadt vorgesehen

von
erstellt am 25.Nov.2014 | 10:43 Uhr

Das jahrelang geplante Vorhaben, für die Mitarbeiter des Bauamtes beim Amt Ostholstein-Mitte in Schönwalde einen Neubau zu errichten, wird unerledigt zu den Akten gelegt. Stattdessen soll durch Umbau einer Wohnung im Dachgeschoss und der Räume des Standesamtes der benötigte Platz im vorhandenen Gebäude geschaffen werden.

Die Hoffnung, durch den Verkauf des ehemaligen Neustädter Amtsgebädues die Amtskasse beträchtlich zu füllen, hat sich ebenfalls noch nicht erfüllt. Jetzt ist im Gespräch, kurzfristig drei Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingsfamilien dort einzurichten. Der Verwaltungsausschuss des Amtes befürwortete bereits die Haushaltsmittel für beide Bauvorhaben. Die endgültige Entscheidung dazu hat der Amtsausschuss am 3. Dezember zu treffen.

Bislang hat das Bauamt mit seinen sieben Mitarbeitern ein sehr beengtes Domizil vis-à-vis der Amtsverwaltung in einer ehemaligen Sparkassenfiliale. Ursprünglich hatte der Amtsausschuss einen Erweiterungsbau für 600000 Euro beschlossen. Zur Finanzierung sollte das nicht mehr genutzte Gebäude des ehemaligen Amtes Neustadt-Land am Neustädter Hafen verkauft werden. Bis heute ohne Erfolg.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Burkhard Busch präsentierte den Kommunalpolitikern nun eine neue Variante für Schönwalde. Durch Umwandlung der ehemaligen Postfiliale, die heute als Trauzimmer dient, und einer Wohnung im Dachgeschoss könne der erforderliche Büroraum fürs Bauamt geschaffen werden. Der Mieterin wurde bereits wegen Eigenbedarfs gekündigt. Zusammen mit dem Anbau eines Fahrstuhls für den barrierefreien Zugang des Obergeschosses liegen die Schätzungen für den Umbau zwischen 195000 und 365000 Euro. 300000 Euro stellte der Verwaltungsausschuss des Amtes Ostholstein-Mitte jüngst in den Haushalt 2015 ein.

Der Verkauf der Neustädter Immobilie an der Waschgrabenallee liegt derzeit auf Eis. Hier wird der Amtsausschuss über den Umbau in Eigentumswohnungen zu entscheiden haben. Der Verwaltungsvorschlag sieht zunächst die Schaffung von drei Wohnungen im Neubau der Liegenschaft in der Krabbenstraße vor. Für 35000 Euro sollen mit geringem Aufwand drei getrennte Wohneinheiten entstehen und als dringend benötigte Unterkünfte für Flüchtlinge dienen.

Bislang befindet sich in Neustadt noch eine Außenstelle des Amtes Ostholstein-Mitte. Im Haushalt 2015 finden sich Mittel, um diese unter dem Dach der Stadt Neustadt vorzuhalten. Mit dem Jobcenter verliert das Amt im März 2015 den einzigen Mieter und rund 10000 Euro Einnahmen. Angesichts fehlenden Kaufinteresses überlegt die Verwaltung nun die Umwandlung in Wohnraum auch für das alte Verwaltungsgebäude. Die Pläne einschließlich Baugenehmigung soll ein Architekt entwickeln. Hierfür, und für die Bauüberwachung im Neubau, sind 50000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Der Beschluss zur Umsetzung all dieser Planungen durch den Amtsausschuss steht am 3.Dezember auf dessen Tagesordnung. Eine kurze Diskussion zur Unterbringung von Flüchtlingen im Teil des Neustädter Objektes gab es bereits im Verwaltungsausschuss. Schashagens Gemeindevertreter Ulrich Knoll (CDU) äußerte Bedenken, ausgerechnet den Neubau für Flüchtlinge herzurichten und sagte die baldige Renovierungsbedürftigkeit der jetzt neu zu schaffenden Küchen und Bäder voraus. Auch Falk Herzog (WUB Kasseedorf) äußerte Bedenken zur Vermarktung der geplanten Eigentumswohnungen. Amtsleiter Burkhard Busch erinnerte an die soziale Aufgabe des Amtes. Die Entscheidung liegt nun beim Amtsausschuss.




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