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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 23:27 Uhr

Amt soll Ascheberg und Bösdorf auszahlen

vom

Kreis legt Kompromissvorschlag vor: Amt soll 175 000 Euro als Ausgleich zahlen

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Plön/Bosau | Wenn der 66-jährige Wittmoldter Bürgermeister Gerold Fahrenkrog heute Abend zum neuen Amtsvorsteher des Amtes Großer Plöner See gewählt werden sollte, dann kommen gleich schwere Aufgaben auf ihn zu: es geht dabei um die so genannte Vermögensaus-einandersetzung mit den zum 31. Dezember ausscheidenden Gemeinden Ascheberg und Bösdorf in Richtung Stadtverwaltung Plön.

Nach einem dem OHA vorliegenden Kompromissvorschlag der Kommunalaufsicht des Kreises Plön könnten in Ascheberg und Bösdorf bereits zum 1. Mai 2014 die Kassen klingeln. Dafür soll ein erster Abschlag von 50 Prozent des ihnen zustehenden Anteils für das Amtsgebäude in der Heinrich-Rieper-Straße (Wert: 390 000 Euro) sorgen.

In Zahlen bedeuten die Abschläge im nächsten Jahr 60 000 Euro für Ascheberg und 28 000 Euro für Bösdorf. Der Rest soll nach dem Kompromissvorschlag zum Ende der Wahlperiode am 31. Mai 2018 überwiesen werden.

Zahlen müssen das die im Amt verbleibenden Gemeinden. Den Löwenanteil tragen nach ersten Berechnungen des Amtes mit 17 766 Euro Grebin und 16 901 Euro Dersau. Zahlen müssen auch Dörnick (5121 Euro), Kalübbe (10 623 Euro), Lebrade (10 723 Euro), Nehmten (7863 Euro), Rantzau (5974 Euro), Rathjensdorf (9939 Euro) und Wittmoldt (3410 Euro). Dabei werden sich auch die Kosten für Standesamt, Schulverband oder Feuerlöschverband verändern.

Eine vom Kreis aufgezeigte Möglichkeit der Finanzierung durch eine Erhöhung der Amtsumlage kommt wohl nicht in Frage. Davon wäre auch die Gemeinde Bosau betroffen. Bosau hat aber mit dem Amtsgebäude nichts zu tun, später aber - und offenbar nicht unerheblich - mit den Personalkosten, die durch alle noch im Amt verbleibenden Gemeinden aufgeteilt werden.

Im Amt hat man sich bereits mit dem Kompromissvorschlag des Kreises auseinander gesetzt. Der verbindlich festgelegte Zeitrahmen werde als Vorteil angesehen. Das Amt sieht jedoch zu wenig berücksichtigt, dass sich das Plöner Amtsgebäude nur schlecht vermarkten lasse. Außerdem fehle eine Regelung für die Nebenkosten oder die Benennung einer Schiedsstelle, die entscheidet, wenn eine Einigung nicht in Sicht ist.

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