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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 08:07 Uhr

Amt Großer Plöner See beauftragt Anwalt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Prof. Dr. Marcus Arndt soll sich mit Schreiben der Kommunalaufsicht befassen

In dem Streit um die Auszahlung der Gemeinden Ascheberg und Bösdorf nach der Ausgliederung aus dem Amt Großer Plöner See beauftragt das Amt den Kieler Anwalt Prof. Dr. Marcus Arndt. Während sich die Bosauer Amtsausschuss-Mitglieder der Stimme enthielten, votierte lediglich Grebins Bürgermeister Jochen Usinger gestern Abend in Wittmoldt gegen den Vorschlag.

Es ist die Reaktion auf ein Schreiben der Kommunalaufsicht des Kreises Plön. Danach wird ein Bescheid in Aussicht gestellt, wonach das Amt 133 575 Euro an die Gemeinde Ascheberg und 62 478 Euro an die Gemeinde Bösdorf als Ausgleich für die Amtsverwaltung zahlen soll, die nach einem in Auftrag gegebenen Gutachten 390 000 Euro wert ist (der OHA berichtete). „Wir hatten ein anderes Ergebnis erhofft“, räumte gestern Abend Amtsvorsteher Gerold Fahrenkrog enttäuscht ein.

Mario Schmidt, geschäftsführender Bürgermeister des Amtes, formulierte die entscheidenden Frage: „Gibt es überhaupt eine Zahlungsverpflichtung des Amtes?“ Das Amt könne die Meinung des Kreises akzeptieren, selbst eine Stellungnahme abgeben oder eine Stellungnahme durch einen Gutachter. Das, so Schmidt weiter, wird rund 6000 Euro kosten.

Die Möglichkeit, am Ende Geld zu sparen, rechtfertige die anwaltliche Hilfe, meinte Max Plieske (Bosau). „Wir können doch nicht mit Lasten belegt werden, die andere verursacht haben“, sprach sich Jörg Prüß (Lebrade) für die Einholung des anwaltlichen Rates aus. Für Holger Beiroth (Dersau) sind selbst 10 000 Euro für die Auskunft kein Problem. Er hofft auf einen Kompromiss und vielleicht die Rückkehr Aschebergs zur Verwaltung des Amtes: „Der Vertrag mit Plön läuft nur zwei Jahre.“

Grebins Bürgermeister Jochen Usinger fürchtet, dass die anwaltliche Lösung teurer wird. Das Amt sollte sich als Partner erweisen, der zu sei-nen Aufgaben steht. Man sollte lieber über die Zukunft des Amtsgebäudes nachdenken.


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erstellt am 19.Mai.2014 | 16:37 Uhr

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