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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 05:40 Uhr

Amt geht auf die Gemeinden zu

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Geschäftsausschuss willigt in den zur Vermögensauseinandersetzung bereits unterbreiteten Kompromiss des Kreises Plön ein

In der Vermögensauseinandersetzung zwischen dem Amt Großer Plöner See und den beiden ausgeschiedenen Gemeinden Bösdorf und Ascheberg zeichnet sich ein Ende ab. Das Amt will den beiden Gemeinden das Angebot unterbreiten, sie auf der Basis des einst gemeinsam vereinbarten Gutachtens von 390 000 Euro in einer Rate auszuzahlen. Dabei hofft das Amt auf die Rückkehr der Gemeinden zu einem einst vom Kreis Plön unterbreiteten Kompromiss. Danach sollen zuvor zehn Prozent vom gutachterlich bestimmten Wert des Verwaltungsgebäudes abgezogen werden.

Dieses Votum sprach der Geschäftsausschuss des Amtes in seiner Sitzung am Montag für den Amtsausschuss am 9. September aus. Es geht dabei nach dem prozentualen Abzug um 120 000 Euro für Ascheberg und 56 000 Euro für Bösdorf. Der geschäftsführende Bürgermeister Mario Schmidt erläuterte, dass das Amt dafür einen Nachtragshaushalt benötige. „Für die Auszahlung des Geldes benötigen wir bestimmt drei Monate“, sagte er und fügte hinzu: Mit den aktuell niedrigen Zinsen könnte der Auszahlungsbetrag langfristig günstig finanziert werden. Ein endgültiger Abschied von Ascheberg und Bösdorf vom Besitz des Amtsgebäudes sei aktuell auch von Vorteil, weil sich bei Mario Schmidt Interessenten zur Anmietung der fünf leerstehenden Büroräume gemeldet hätten.

„Wir haben so oft schon ein Eigentor geschossen, jetzt müssen wir Nägel mit Köpfen machen“, forderte Rathjensdorfs Bürgermeister Uwe Koch. Amtskollege Jochen Usinger (Grebin) wies auf günstige Kredite hin und forderte: „Wir müssen jetzt ein deutliches Zeichen setzen.“ Nach Einschätzung von Amtsvorsteher Gerald Fahrenkrog wird ein Kompromiss wohl schwer. Aber jetzt müsse die Kuh endlich vom Eis. Bürgermeister Holger Beiroth (Dersau) wäre auch mit der vollen Summe einverstanden: „Lasst uns Frieden schaffen.“

Im Ausschuss ging es auch um die vom Bergbauamt beantragte Bohrgenehmigung nach Kohlenwasserstoffen im Bereich des Amtsgebietes. Im Kreis Segeberg gebe es einen Fachanwalt und Physiker, der bereits eine gute Stellungnahme für Segeberg abgegeben habe. Dessen Dienste will sich jetzt auch das Amt Großer Plöner See für eine Stellungnahme seiner Gemeinden bedienen. Zunächst wurde eine Fristverlängerung bis Ende Oktober beantragt.

Im weiteren Verlauf wurden 67 195,76 Euro als über- und außerplanmäßige Ausgaben für das Haushaltsjahr 2013 genehmigt. Nach der Jahresrechnung schloss der Haushalt 2013 mit einem Volumen von 1,85 Millionen Euro und einem Defizit von 53 253,52 Euro ab, der als Mehrbedarf der Amtsumlage gewertet wird. Mario Schmidt begründete die Summe mit einer Erstattung von Personalkosten oder auch weniger Einnahmen aus Verwaltungsgebühren. Der 50prozentige Anteil an den Personalkosten für den geschäftsführenden Bürgermeister betrug für das Amt 64 500 Euro.



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erstellt am 26.Aug.2014 | 15:27 Uhr

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