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Rastplatz Damlos in Ostholstein : Amphetamine, Kokain, Marihuana: Erfolgreiche Großkontrolle der Polizei an der A1

vom

Die gemeinsame Fahndungsgruppe „Schengen Süd“ hat am Mittwochabend auf der A1 ein gutes Gespür bewiesen.

Damlos | Am Mittwochabend, in der Zeit von 19 bis 24 Uhr, fand eine Großkontrolle durch die Landespolizei und Bundespolizei zusammen mit dem Zoll auf dem A1-Rastplatz Damlos (Kreis Ostholstein) in Fahrtrichtung Norden statt.

Die gemeinsame Fahndungsgruppe „Schengen Süd“ wurde 2003 ins Leben gerufen und besteht aus Beamten des Hauptzollamtes Kiel, der Bundespolizeiinspektion Kiel und der Polizeidirektion Lübeck. Sie wurden unter anderem von der Kontrollgruppe „Röntgen“ des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen unterstützt.

„Vorteilhaft ist hier bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität die Bündelung der jeweiligen Zuständigkeiten und Kompetenzen“, so Pressesprecher Stefan Muhtz. „Schwerpunkt der Kontrolle ist es, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, unerlaubte Migration, KFZ-Verschiebungen und Verkehrsdelikten aufzudecken.“ Die Uhrzeit sei bewusst nach 19 Uhr gewählt worden, damit der Berufsverkehr nicht unnötig von der Kontrolle behindert werde, sagte Muhtz.

Die Beamten waren gerade einmal eine halbe Stunde im Einsatz, da wurden Sie auf den Fahrer eines Seats aufmerksam, der bei der Einfahrt zum Rastplatz eine Tüte aus dem Fenster warf. Das bemerkten die Polizisten allerdings und stellten das weggeworfene Päckchen sicher. Darin befand sich eine größere Menge an Marihuana. Die Droge wurde sichergestellt und gegen den Fahrer ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Ein Seat-Fahrer hatte die Tüte vor der Kontrolle aus dem Fenster geworfen. Inhalt: Eine große Menge Marihuana.
Ein Seat-Fahrer hatte die Tüte vor der Kontrolle aus dem Fenster geworfen. Inhalt: Eine große Menge Marihuana. Foto: Arne Jappe
 

Auch die Kollegen vom Zoll hatten gleich zweimal richtiges Gespür bewiesen. Unter anderem wurde ein VW Caddy kontrolliert. Hier hatte der Fahrer gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen und führte Amphetamine und Kokain bei sich. Auch ein dänischer Mercedes fiel den Beamten auf. Der Fahrer hatte zusammen mit seinen zwei Beifahrern insgesamt 200 Kilogramm Shisha-Tabak geladen, der nicht versteuert war. „Der 22-jährige Fahrer des Fahrzeugs wurde festgenommen und die beiden Mitfahrer ebenfalls polizeilich erfasst“, sagt Michael Hiebert, Pressesprecher der Bundespolizei. Zwei Koffer und der Boden im Kofferraum waren das Versteck der drei Männer aus Dänemark.

200 Kilogramm Shisha-Tabak waren in Koffern versteckt.
200 Kilogramm Shisha-Tabak waren in Koffern versteckt. Foto: Arne Jappe
 

Insgesamt gab es in den ersten zwei Stunden fünf Ermittlungen wegen diverser Delikte, wie etwa der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, illegaler Aufenthalt in Deutschland oder nicht versteuerte Ware. „Bei drei Personen wurde eine Blutentnahme angefordert, da der Verdacht bestehe, dass diese unter Einfluss von Betäubungsmittel stehen“, sagte Stefan Muhtz. Ein weiterer Autofahrer stand offensichtlich unter Alkoholeinfluss, bei ihm ergab ein Test 0,6 Promille. Diese Ermittlungsverfahren werden von den Polizeibeamten aus Scharbeutz weiter bearbeitet

Ein 54-jähriger Staatenloser mit Wohnsitz in Lübeck war in einem Auto mit ausländischer Zulassung unterwegs. Diesen Wagen hätte er in Deutschland zulassen müssen. Jetzt ermittelt der Zoll hinsichtlich der Abgabenordnung. Auch einen 62-jähriger Syrer erwischte die Bundespolizei. Er wollte in einem Reisebus über Dänemark nach Schweden ausreisen. Er hielt sich unerlaubt in Deutschland auf.

Insgesamt waren bei der Kontrolle 30 Beamte im Einsatz. Sie wurden von zwei Kollegen aus Dänemark unterstützt, die als Beobachter und Dolmetscher fungierten. Es wurden während der Kontrollen rund 150 Gepäckstücke durchleuchtet.

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erstellt am 06.Apr.2017 | 07:10 Uhr

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