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Amnesty rückt Menschenrechtslage im Iran in den Fokus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Aus verschiedenen Blickwinkeln informiert die Gruppe Eutin/Plön von Amnesty International im November über die Menschenrechtslage im Iran. Geplant sind eine Ausstellung und Vorträge.

Den Auftakt bildet die Ausstellung „Irans Herz schlägt“, die am Mittwoch, 30. Oktober, um 18 Uhr in der Eutiner Kreisbibliothek eröffnet wird. Mit ihr sollten „Menschenrechtsverteidigerinnen“ gewürdigt werden, teilte die Amnesty-Ortsgruppe mit. Iranische Frauen würden in den Medien häufig als Opfer dargestellt – hoffnungslos, unfähig, für ihre eigenen Rechte einzutreten oder sie einzufordern. In Wirklichkeit zählten jedoch hunderte von ihnen zu den effektivsten Menschenrechtsaktivistinnen. Die Ausstellung erzähle ihre Geschichten. Konzipiert von Amnesty Irland wurde die Ausstellung von den Nürnberger Amnesty-Gruppen übersetzt und redaktionell überarbeitet.

Einige Frauen, die zu Beginn der Ausstellung noch in Haft waren, sind mittlerweile auf freiem Fuß, unter ihnen die Anwältin Nasrin Sotoudeh, die im September zusammen mit einigen anderen Gefangenen entlassen wurde. Die Eutin/Plöner Amnesty-Gruppe hat Nasrin Sotoudeh – ebenso wie andere Amnesty-Gruppen in Deutschland – mehr als ein Jahr „betreut“. Ihre Geschichte wird Amnesty vorstellen. Weit über die Grenzen des Iran bekannt wurde die Anwältin spätestens durch die Verleihung des Sacharow-Preises für Gedankenfreiheit des Europäischen Parlaments im Oktober 2012.

Bei der Ausstellungseröffnung wird Mina Porkar, Hamburger Aktivistin bei „Madarane Irani – Solidarität mit den Müttern vom Laleh-Park“ – anwesend sein. Sie berichtet über die iranischen Mütter, von denen viele seit Jahrzehnten um ihre ermordeten und verschwundenen Kinder trauern. Im September 2009, nach einer Kampagne der Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, haben die Hamburger Iranerinnen sich der von Shirin Ebadi initiierten weltweiten Bewegung zur Unterstützung der iranischen Mütter angeschlossen.

Eine weitere Veranstaltung zum Schwerpunkt-Thema Iran findet am Montag, 25. November, ab 19 Uhr ebenfalls in der Kreisbibliothek statt. Barbara Naziri aus Hamburg wird zum Tag gegen Gewalt an Frauen aus ihrem Buch „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen – ein west-östlicher Blick hinter den Schleier Irans“ lesen. Den Abschluss bildet am Donnerstag, 28. November, ab 20 Uhr in der Kreisbibliothek eine filmische Reise von Wolgang Burst aus Lübeck. Sie trägt den Titel „Von Persien nach Iran und zurück“.

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erstellt am 25.Okt.2013 | 00:32 Uhr

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