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Ameos-Klinik Neustadt hilft beim Deeskalieren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 17.Apr.2016 | 12:28 Uhr

Einen dreistündigen Vortrag über die Deeskalation hörten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8g der Außenstelle der Wilhelm-Wisser-Schule in Hutzfeld. Dabei lernten sie sowohl etwas über Deeskalation als auch eine ganze Menge über die Psychiatrie.

Aber was ist eigentlich Deeskalation? Das hat ihnen der Referent, David Rabe, mit dem Sinnbild eines überlaufenden Wasserbeckens erklärt. Genau wie bei einem Wasserbecken das Wasser können negative Gefühle wie Wut, Angst, Frust, Trauer und Stress einfach zu viel werden und sich ihren Weg in Form von Gewalt suchen. Hier setzt das Deeskalationstraining an, indem man versucht, in einer ruhigen und entspannten Tonlage auf die Person einzuwirken, damit sie sich beruhigt.
Auch die Krankenpfleger, die in der Psychiatrie arbeiten, müssen deeskalierend wirken. Ein Krankheitsbild, an dem etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung im Laufe ihres Lebens leiden wird, ist die Schizophrenie. Dabei hört oder sieht man Dinge oder nimmt sie anders wahr als gesunde Menschen. Viele, die Schizophrenie haben, leiden auch an Verfolgungswahn. Diese Menschen von ihrem Wahrnehmungsbild abzubringen, ist ohne Medikamente nicht möglich. Deshalb muss man als Krankenpfleger sehr deeskalierend wirken.

Darüber berichteten zwei Auszubildende der Ameos Krankenpflegeschule. Auch wenn den Schülern die drei Stunden sehr lang erschienen, waren sie sehr informativ. Leider kam das abschließende Rollenspiel, bei dem es galt, einen typischen Streit in der Schule zu schlichten, zu kurz. Wir danken der Gruppe aus der Ameos-Klinik in Neustadt für ihren Vortrag bei uns in Hutzfeld.

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