Eutin / Malente : Amelie ist das 1000. Baby

Wollten gratulieren: Barbara Kempe (li), Ärztin Wiebke Junkers (v.r.), Stationsleiterin Brigitte Golze und Brigitte Wachholz.
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Wollten gratulieren: Barbara Kempe (li), Ärztin Wiebke Junkers (v.r.), Stationsleiterin Brigitte Golze und Brigitte Wachholz.

Geburtenanstieg bei der Eutiner Sana-Klinik: Immer mehr Eltern entscheiden sich für eine Entbindung in der Kreisstadt. Als neuer Service wird Rooming-in auch auf der Intensivstationangeboten.

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04. Dezember 2014, 14:41 Uhr

Beide Eltern strahlten über das ganze Gesicht, als sie gestern ihre zufrieden wirkende Tochter zum Pressetermin schoben. Amelie ist am 2. Dezember um 3.13 Uhr geboren worden und kam damit als 1000. Baby in der Eutiner Sana-Klinik zur Welt.

„Normalerweise haben wir das 1000. Baby eher um die Weihnachtsfeiertage oder Silvester. Dass es diesmal so früh ist, überrascht uns selber“, sagte Pressesprecherin Barbara Kempe gestern. Dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der steigenden Geburtenzahl und der Schließung der Klinik in Oldenburg gibt, wollte sie nicht bestätigen. „Auch in Oldenburg hatten wir bis August etwa 20 Prozent mehr Geburten.“ Laut Klinik liege es eher am guten Ruf, die die Geburtenstation habe, dass immer mehr Eltern auch aus Lübeck, Reinbek und Preetz sich für Eutin als Geburtstort entscheiden. Das neue Rooming-in-Angebot auf der Neugeborenen-Intensivstation erhöhe die Attraktivität. Sogar aus Bayern kommen die Frauen, um hier zu entbinden. Kempe: „Das erste Baby der Familie war ein Urlaubskind, dass sie hier bekommen haben. Seitdem plante die Familie jede Entbindung hier, weil es ihr so gut gefallen hat. In diesem Jahr kam ihr drittes Kind in Eutin zur Welt.“

Für Aneta (26) und Mauritius (36) Moritz aus Malente ist Amelie das erste Kind – aber nicht das letzte, wie der stolze Vater bekannt gab: „Wir wollen drei Kinder.“ Die junge Mutter schmunzelt und korrigiert: „Ich bin für zwei Kinder und einen Hund.“ Das erste Mal ihre Tochter zu sehen, sei für beide unbeschreiblich schön gewesen. Dabei ließ sich Amelie Zeit. Fünf Tage nach dem errechneten Termin kam Mutter Aneta am ersten Dezember in die Klinik. „Wir mussten was tun, die Herztöne waren nicht in Ordnung“, erzählte Hebamme Brigitte Wachholz. Die Geburt wurde eingeleitet – und plötzlich ging es ganz schnell. Beide Eltern haben im Kreißsaal geschlafen. „Dann ging es los, wir haben zusammen geatmet“, sagte Mauritius Moritz. „Sie hat das wirklich alles ganz vorbildlich gemacht“, ergänzt die Hebamme. Nach nur eineinhalb Stunden war es soweit: Amelie, die Wunderbare, kam mit 52 Zentimetern und 4035 Gramm auf die Welt.

Für das Pressefoto hatte der frischgebackene Vater extra eine Bayernfahne mitgebracht – „ich komme ursprünglich aus Bayern, die muss einfach mit drauf“. Anschließend durfte die Familie nach Hause. Constanze Emde

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