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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 04:35 Uhr

Am Sonntag fällt die Entscheidung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter stimmen über eine Schulfusion zwischen Malente und Hutzfeld ab / Die Fragestellung erfordert allerdings Aufmerksamkeit

Das könnte den einen oder anderen schon etwas ins Schleudern bringen: „Sind Sie gegen die Fusion (organisatorische Verbindung) der ,Gemeinschaftsschule an den Auewiesen‘ in Malente und der Regionalschule ,Heinrich-Harms-Schule‘ in Hutzfeld (Gemeinde Bosau)?“, lautet die Frage, die etwa 9150 Malenter ab
16 Jahren, darunter auch
EU-Ausländer, am kommenden Sonntag, 19. Januar, beantworten sollen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer für die Fusion ist, muss mit „Nein“ stimmen, wer dagegen ist, mit „Ja“.

„Das verwirrt so manchen“, bedauert der Vorsitzende der Malenter Senioren-Union und ehemalige Malenter Bürgervorsteher Edwin Strehler. Das hat er aus Gesprächen mit Malenter Bürgern erfahren. Auch im Malenter Rathaus weiß man um die Problematik. „Ich hätte die Frage lieber einfacher formuliert“, sagt die stellvertretende Abstimmungsleiterin, Anne Hoffmann. Etwa: Sind sie für die Fusion? Doch hätten die Vorgaben des Bürgerbegehrens berücksichtigt werden müssen. Deshalb habe man keine andere Möglichkeit gesehen, erklärt Anne-Kathrin Hoffmann.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen für Klarheit sorgen, indem sie in der Gemeinde mit Plakaten und Handzetteln, die an die Haushalte verteilt wurden, für ihr Anliegen werben: „,Ja‘ gegen die Schulfusion!“ heißt es dort mit großen Lettern. Für einen Erfolg des Bürgerbegehrens ist neben einer einfachen Mehrheit eine Mindestzahl von Ja-Stimmen erforderlich. Mindestens 18 Prozent der Abstimmungsberechtigten müssen dafür sein. Das entspricht etwa 1650 Stimmen. Die 16 Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Insgesamt sind dort 96 Wahlhelfer im Einsatz.

Wer den Ausgang des Bürgerentscheids aus erster Hand erfahren will, kann am Sonntag ins Malenter Rathaus kommen. Dort will Anne-Kathrin Hoffmann im Sitzungssaal die Ergebnisse aus den einzelnen Abstimmungslokalen wie bei Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahl am Sonntagabend ab
18 Uhr präsentieren. Neben Malenter Gemeindevertretern will auch Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt anwesend sein. Eine unmittelbare Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse im Internet hat die Gemeinde Malente nicht vorgesehen.

> Unsere Zeitung wird über den Ausgang des Bürgerentscheids am Sonntagabend unter www.ostholsteiner-
anzeiger.de und auf der Facebook-Seite des Ostholsteiner Anzeigers berichten.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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