Straßenschaden : Am Kreisel nagt der Zahn der Zeit

Baustoffprüfer Thomas Bauer ersetzt die herausgesägten Pflastersteine durch neue Steine.
Baustoffprüfer Thomas Bauer ersetzt die herausgesägten Pflastersteine durch neue Steine.

Einzelne Pflastersteine weisen Abplatzungen auf – ein Unternehmen für bautechnische Prüfungen untersucht jetzt deren Qualität.

shz.de von
08. Juni 2014, 15:00 Uhr

Eutin | Er ist erst um die vier Jahre alt, doch wer genau hinsieht, erkennt, dass der Zahn der Zeit bereits am Kreisel in der Riemannstraße genagt hat. An einigen Pflastersteinen, die dort verlegt wurden, sind Abplatzungen zu erkennen. Bislang handelt es sich eher um einen Schönheitsfehler, dennoch hat die Stadt nun ein Unternehmen aus Wahlstedt (Kreis Segeberg) beauftragt, die Steine einer Prüfung zu unterziehen.

Vor Ort können jedoch keine Erkenntnisse über die Qualität der Steine gewonnen werden. Deshalb sägte Thomas Bauer, Mitarbeiter der Firma Asphalt-Labor, gemeinsam mit einem Kollegen gestern an mehreren Stellen des Kreisels mit einem Fugenschneider Pflastersteine aus der Fahrbahn heraus. „Im Labor werden die Steine dann auf ihre Spaltzugfestigkeit geprüft“, erläuterte Bauer. Die geöffneten Stellen verfüllten die beiden Baustoffprüfer anschließend provisorisch mit neuen Pflastersteinen und Beton. Eine Fachfirma wird die Fahrbahn später dauerhaft ausbessern.

Ob die Abplatzungen tatsächlich auf die Materialqualität der Pflastersteine zurückzuführen sind oder andere Ursachen haben, darüber soll die Prüfung nun Aufschluss ergeben. Denkbar sind auch Fehler bei der Verlegung oder Beschädigungen von außen, beispielsweise durch Räumfahrzeuge. Welche Konsequenzen die Prüfung der Pflastersteine nach sich ziehen könnte, war gestern von der Stadt nicht zu erfahren. Die zuständige Mitarbeiterin war gestern nicht zu sprechen. Zu erfahren war jedoch, dass die Ergebnisse bei künftigen Baumaßnahmen berücksichtigt werden sollen.

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