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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 21:19 Uhr

Malkwitz : Am Dorfteich stinkt’s zum Himmel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dorfbewohner in Malkwitz rümpfen an warmen Sommertagen die Nasen. Die Gemeinde winkt ab: die Klärgrube am Schweizer Haus wurde vor ein, zwei Monaten entleert.

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 04:30 Uhr

Die Malkwitzer rümpfen an warmen Sommertagen oftmals ihre Nasen. Sie mögen schon gar nicht mehr in ihren Gärten liegen. Besonders betroffen sind die Anlieger des Dorfteiches. Der zeigt sich in diesem Tagen augenscheinlich nicht von seiner besten Seite: eine grüne Algenschicht bedeckt das Wasser. Es könnte eine Blaualgenblüte sein. Aktivitäten von Fischen sind nicht mehr zu erkennen. An den Steinen setzen sich offenbar Bakterien ab, die der sinkende Wasserspiegel frei gibt. Sie sehen aus wie Abwasserpilze. Es sind die Symptome für eine erhebliche Überdüngung oder eine Verunreinigung des idyllischen Teiches.

Der Dorfteich hat weder einen Zufluss, noch einen Abfluss. Er nimmt lediglich das Oberflächenwasser auf, das bei Regen auf die Straßen prasselt. Fast alle Malkwitzer Häuser sind an die Kanalisation angeschlossen. Aber es gibt Ausnahmen. In einem Haus direkt am See, die Malkwitzer nennen es „Schweizer Haus“, gibt es Klärgruben, die für die dort unterbrachten Asylanten arbeiten. Die Kammern könnten vielleicht schon vollgelaufen sein.

„Das hat in Malkwitz etwas mit der Wetterlage und den Windrichtungen zu tun“, sagte Karl-Heinz Spindler vom Malenter Bauamt gestern dem OHA. Er vergleicht die Situation im Malkwitz mit der m Neukirchener See. Dort gebe es durch Einträge aus der Landwirtschaft auch Probleme.

Zurück nach Malkwitz: „Die Klärgrube am Schweizer Haus ist in Ordnung, sie wurde vor ein, zwei Monaten entleert“, sagte Spindler. Vielleicht müsse Sauerstoff in den See gepumpt werden. Langfristig werde es schwer, das Problem dort zu beheben.

Und wenn das Wasser im Neukirchener See mal überläuft, dann wird es automatisch in die Malkwitzer Au gepumpt, sagte Spindler. Doch auch hier könnte es mit dem Wasser Probleme geben, denn in der Malkwitzer Au werden Forellen ausgebracht, die zum Überleben eine sehr gute Wasserqualität benötigen.  

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