Altenpflegehelferin bestahl Seniorinnen

47-jährige Tocter hegte Verdacht – und ertappte die geständige Täterin (38)

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06. Mai 2015, 17:46 Uhr

Eine 38-jährige Altenpflegehelferin aus Malente hat zwei Frauen aus Grebin kostbare Teile ihres Schmucks gestohlen. Dafür wurde die mehrfach Vorbestrafte vom Amtsgericht Plön zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt. Die Strafe wurde drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Der Vorfall aus dem September 2013 wurde mit Hilfe von vier Zeugen aufgearbeitet. Im Auftrag eines ambulanten Pflegedienstes aus Malente war die 38-jährige Altenpflegehelferin, die jetzt in Düsseldorf arbeitet, mehrfach bei einer an Demenz Erkrankten Grebinerin tätig, die heute 69 ist.

Die 47-jährige Tochter der Seniorin erwischte die Altenpflegehelferin dabei, wie sie sich im Badezimmer an zwei Schmuckschatullen zu schaffen machte. Später gab die 38-jährige Angeklagte zu, Schmuck gestohlen zu haben – allerdings nicht in der Menge, die ihr von den Zeugen vorgeworfen wurde. Der Ehemann der unter Tränen geständigen Angeklagten habe das Diebesgut bei einem Juwelier in Stralsund zu Geld gemacht.

Dabei wurde die Polizei erst sehr spät in das Verfahren einbezogen: Weil die Ertappte unter Bewährung stand, bat sie darum, den Vorfall ohne Polizei zu regeln und bot Schadensersatz an. Als das nicht geschah, erstattet die 47-jährige Tochter Anzeige, die den Wert des verschwundenen Schmucks auf 20  000 Euro schätzte.

Für den als Zeugen gehörten Inhaber des Pflegedienstes in Malente war Diebstahl seiner Mitarbeiter offenbar nichts Neues: „Zu der Zeit des Schmuck-Diebstahls in Grebin fehlte auch bei zwei weiteren Klienten Schmuck“, räumte er ein. Seine ehemalige, jetzt verurteilte Mitarbeiterin sei damals nach der Aufdeckung der Tat nicht über die Brücken gegangen, die ihr gebaut worden seien.

 
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