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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 09:15 Uhr

Alte Schule Wöbs wird verkauft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Es ist jetzt ebenso beschlossen wie umstritten: die alte Schule in Wöbs wird verkauft. Dadurch soll auf der einen Seite Geld in die Gemeindekasse gespült, auf der anderen Seite aber ein demnächst zu sanierender „Klotz am Bein“ abgestoßen werden. Über den Kaufpreis wird sich ausgeschwiegen. Die CDU jedenfalls war gegen einen Verkauf – SPD, Grüne und FDP mehrheitlich dafür.

Die alte Schule in Wöbs ist noch im Besitz der Gemeinde und ein multifunktionelles Gebäude. Die Nebenräume werden von den Schützen und der Dorfschaft aber auch der Feuerwehr genutzt, die nebenan sogar ein Gerätehaus unterhält. Die Küche muss aus dem Haus in das Nebengebäude verlegt werden.

Thomas Ehlers (CDU) befürchtete, der nötige Umbau der Gemeinschaftsküche verschlinge einen Großteil des Erlöses. Und sollte Unvorhergesehenes dazu kommen, würden die Ausgaben über den erhofften Erlös hinaus gehen, fürchtete er.

Ein neuer Eigentümer, so sah Ehlers doch Gefahr für Dorfschaft, Schützen und Feuerwehr, würde die Rechte mehr als ein Mieter durchsetzen und „fremde Leute“ nicht mehr Tag und Nacht über sein Grundstück lassen. Er müsse mit Lärm zu jeder Zeit rechnen und auch noch Platz für die Autos der alarmierten Feuerwehrleute geben. Ehlers: „Den Verkauf sollten wir heute nicht mit der Brechstange durchsetzen.“

Die Eile allerdings liegt darin begründet, dass mit dem Jahreswechsel die Grunderwerbssteuer um 1,5 Prozent erhöht wird und sich auf die Höhe des Kaufpreises niederschlägt. Birgit Steingräber-Klinke (SPD) war die Darstellung des CDU-Sprechers zu negativ. Der Kaufinteressent wisse über die Umstände an der alten Schule Bescheid. Steingräber-Klinke fürchtete auf die Gemeinde Bosau in den nächsten Jahren zukommende Sanierungsarbeiten, die neue Investitionen erforderten. Das Geld dafür habe die Gemeinde Bosau nicht.

Dr. Joachim Riemke (FDP) signalisierte das „Ja“ der Bosauer Liberalen zum Verkauf eines sanierungsbedürftigen Gebäudes. Der Käufer wisse, was auf ihn zukomme. Manfred Wollschläger (CDU) erinnerte daran, dass bereits die Bauaufsicht des Kreises Ostholstein hinzugezogen wurde und Dinge auf den Prüfstand gestellt würden. Während die Fronten zwischen den neun Befürwortern des Verkaufs aus SPD, Grünen und FDP stand, enthielt sich Bürgervorsteher Alfred Jeske, während sich seine CDU-Fraktion dagegen aussprach.

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