Alte Obstsorten im Süduferpark gepflanzt – nach der LGS kann hier jeder ernten

Christian Kamer (re.) und André Struwe zeigen den Pflanzplan des Obsthains, der bis an die Böschung hinter dem Bundeswehrgelände reichen soll.
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Christian Kamer (re.) und André Struwe zeigen den Pflanzplan des Obsthains, der bis an die Böschung hinter dem Bundeswehrgelände reichen soll.

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30. April 2015, 09:33 Uhr

Sie heißen „Schöner aus Bath“, „Hedelfinger Riesen“ oder „Graf Althans“ – unweit des Klimahains am baldigen Südeingang der Landesgartenschau wurde jetzt ein Obsthain gepflanzt. Warum ein Obsthain? Christian Kamer von der LGS erklärt: „Es passt einfach wunderbar in das Ensemble. Unweit des Obsthains stehen schon alte Obst-, insbesondere Apfelbäume im Alten Forsthof. Außerdem bietet so ein Hain einen besonderen Lebensraum für viele Insekten-, Pflanzen- und Vogelarten.“

Geplant wurde die „Daueranlage Obsthain“ vom Planungsbüro A24 als eine Teilausgleichsfläche zu den gefällten Bäumen aus dem Seepark. „Mit viel Glück können wir im Herbst schon etwas ernten“, sagte André Struwe, der vor Ort mit seinem Team für die Pflanzungen zuständig ist. Bei der Sortenauswahl wurde genau hingeschaut. Struwe: „Jede Obstsorte hat eine Befruchtersorte, ohne die gäbe es keine Früchte.“ Insgesamt stehen – sobald die Erdarbeiten für den Eingangsbereich und späteren Wohnmobilstellplatz im Süduferpark fertig sind – 34 Obstbäume auf dem Gelände – jeweils zwei oder drei alte Birnen-, Apfel-, Kirsch-, Pflaumen- und Zwetschgensorten. Auch im Bereich des barrierefreien Seezugangs stehen künftig Birnen- und Pflaumenbäume. Die sind, ähnlich wie beim Klimahain, zwischen 15 und 20 Jahre alt. Ihre Stämme wurden mit weißem „Sonnenschutz“ für Bäume gestrichen, damit die Rinde nicht platzt. Die Bewässerung erfolgt über „Säcke“, aus denen 60 Liter tropfenweise binnen neun Stunden an den Wurzelballen abgegeben werden. „An heißen Tagen brauchen die Bäume rund 100 Liter“, sagte Struwe.

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