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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 01:31 Uhr

Fissau : Alte Linden bremsen Verschönerung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zwar sind die drei Bäume „rückläufig in ihrer Vegetation“, sie sollen nach derzeitigem Stand jedoch erst in fünf bis sechs Jahren gefällt werden

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 13:33 Uhr

Bei einem Blick auf das Fissauer Ehrenmal fallen Brigitte Tiesch gleiche mehrere Dinge ein, die man in seinem unmittelbaren Umfeld verändern könnte. „Vielleicht setzen wir Narzissen in den Rasen ein. Die Büsche sind auch nicht mehr ansehnlich und könnten ausgetauscht werden“, sagt die Dorfvorsteherin. Vorerst werden sich diese Pläne jedoch nicht umsetzen lassen. Schuld sind drei abgängige Linden, die direkt am Ehrenmal stehen. Solange sie nicht gefällt sind, sehen Tiesch und ihre Mitstreiter aus dem Dorfverein keinen Sinn in einer Verschönerungsaktion. Schließlich könnte schweres Gerät die gerade erst hergerichtete Fläche bei den Fällungen gleich wieder zerstören.

„Die Linden sind tatsächlich rückläufig in ihrer Vegetation. Noch stellen sie jedoch keine Gefahr dar“, erklärte Jan Rohe vom Baubetriebshof im Bauausschuss. Er gab jedoch zu, dass die Linden spätestens in den nächsten fünf bis sechs Jahren gefällt werden müssen. Aus Sicht von Tiesch würden die geplanten Umgestaltungen hierdurch unnötig verzögert werden. „Wenn die Bäume sowieso gefällt werden müssen, warum dann nicht jetzt?“, fragt sie. Erst im Herbst war eine Linde im Zuge des Sturmtiefs „Christian“ auf das Ehrenmal gekracht. „Wir möchten einfach nicht investieren, wenn beim nächsten Sturm wieder ein Baum umstürzen könnte“, so Tiesch.

Eine mögliche Lösung des Problems ist dennoch in Sicht. Im Bauausschuss kündigte Tiesch an, in den kommenden Monaten ein Gespräch mit Baubetriebshof-Leiter Jens Rehfeld über die Situation rund um das Ehrenmal führen zu wollen. „Ich werde dann mit ihm nach Fissau fahren und ihm die Bäume zeigen.“ Ein Vorschlag, der vom Bauausschuss einstimmig befürwortet wurde.

Besondere Eile ist derzeit ohnehin nicht geboten. In den Sommermonaten dürfen Bäume nur dann gefällt werden, wenn sie eine besondere Gefährdung darstellen. Da dies nicht der Fall ist, könnte eine Beseitigung der abgängigen Linden frühestens im Herbst erfolgen. Die Ergebnisse der Verschönerungen wären dann erst im Frühjahr sichtbar, wenn erste Narzissen aus dem Boden sprießen und Büsche ihre Blätter bilden.

Die Sorge von Tiesch, dass bei einer Fällung der drei Linden große Teil der Ehrenmal-Fläche in Mitleidenschaft gezogen werden, versucht ihr Rohe zu nehmen. „Wir wenden bei den Fällungen die Salami-Taktik an und arbeiten uns von oben nach unten vor“, erklärte er im Ausschuss.

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