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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 09:47 Uhr

Ostholstein-Museum : Alte Gemälde in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit finanzieller Unterstützung von Günther Fielmann ließ das Ostholstein-Museum sechs ihrer Exponate aufwendig restaurieren

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 14:35 Uhr

Ihr Rahmen waren beschädigt, die Leinwand wellig oder der dünne Schutzanstrich zerstört. Jahrelang schlummerten sechs Gelände im Magazin des Ostholstein-Museums und konnten wegen ihrer unübersehbaren Makel nicht ausgestellt werden. Doch die Zeit des Versteckens ist jetzt vorbei. Nach einer aufwendigen Restaurierung in Kiel sind Gemälde ins Ostholstein-Museums zurückgekehrt und sich hier ab sofort in der Dauerausstellung zu sehen.

Möglich machte die Finanzierung der Brillenunternehmer Günther Fielmann, der die im vierstelligen Bereich liegenden Kosten übernahm. „Für uns hat sich hierdurch die Chance ergeben, dass wir die Dauerstellung nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich neu gestalten konnten“, freute sich Museumsleiterin Julia Hümme.

Bei den sechs Gemälden handelt sich um Werke der Künstler Bernhard Winter („Nikolaus Friedrich Peter von Oldenburg“), Carl Langhorst („Friedrich August von Oldenburg“), Hinrich Wrage („Waldweg“), Rudolf Hellwag („Tischbeinhaus“ und „Alte Stadtkirche“) und Johannes Dieckvoß („Waldweg im Buchenjungwald im ersten Schnee“). In ein neues Licht wurden sie vom Kieler Restaurator Jochen Rosehr gesetzt.

Im Rahmen eines Pressegespräches erläuterte dieser seiner Vorgehensweise bei der Restaurierung. So habe er die Bilder zunächst mit einer UV-Lampe auf Retuschen überprüft und erst danach die eigentlichen Fehlerstellen ausgebessert. „Man arbeitet bei der Restaurierung mit dem gleichen Medium wie der Maler. Lieber erhalte ich das Original weitestgehend, als einen defekten Himmel vollständig zu übermalen“, so der Restaurator. Einiges zu tun hatte er vor allem beim Portrait von Friedrich August von Oldenburg. Hier war ein Teil des Rahmens abgebrochen.

Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Rosehr ein Exponat aus dem Ostholstein-Museum mit in seine Kieler Werkstatt nimmt. Jürgen Ostwald, Kunsthistoriker im Hause Fielmann, stellte weitere Unterstützungen in Aussicht. „Das Ostholstein-Museum hat keinen eigenen Ankauf- und Restaurierungsetat. Wir werden es weiter unterstützen.“

Insgesamt wolle man eine Summe im fünfstelligen Bereich in die Aufbereitung verschiedener Exponate stecken. Auch Neuanschaffung für das Eutiner Museum schloss Ostwald nicht aus. „Wenn wir etwas für die Schauausstellung sehen, werden wir das auch kaufen.“ Zunächst wolle er jedoch gemeinsam mit Hümme den vorhandenen Bestand des Magazins genauer unter die Lupe nehmen. Hierbei soll der Schwerpunkt nicht nur auf Gemälden liegen. So hat Hümme als nächste Aufbereitungsobjekte bereits wertvolle Uhren und Wiegen im Auge, die sich im Besitz des Museum befinden.

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