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25 Jahre Bluesfestival : Alte Bekannte und neue Größen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das 25. Bluesfestival in Eutin hält einige Neuerungen bereit. Als „artist in residence“ wird Bluessängerin Shakura S’Aida agieren.

Der Erfinder war ein Eutiner Gastronom – und der wollte eigentlich etwas ganz anderes. „Volker Rätzke wollte gerne ein Irish-Folk-Festival in Eutin organisieren. Davon habe ich ihm wegen der Gagen, die damals die Bands verlangt haben, abgeraten. Aus Folk wurde dann Blues“, erinnert sich Helge Nickel an die Geburtsstunde des ersten Eutiner Bluesfestes.

Das sei mit regionalen Künstlern und einem Etat von rund 3000 Mark auf die Beine gestellt worden. Neben Volker Rätzke agierte anfangs auch der Fremdenverkehrsverein unter Vorsitz von Claus Biehl als Mitveranstalter. 1994, so erinnert sich Nickel, stieg Rätzke aus und dafür das Mühlen-Team (Peter Hübner und Andreas „Desche“ Johannsen) ein. Bis 2009 blieben Nickels Firma Kreativ und Konkret und die Mühle die Säulen des Festivals, 2006 kam der frisch gegründete Verein Baltic Blues dazu. Seit 2010 sind Verein und Nickels Firma die Veranstalter.

Helge Nickel meidet falsche Bescheidenheit: In der Bluesszene habe Eutin eine feste Größe errungen. „Eutin steht für Neues. Andere Festivals mit ganz anderen Etats präsentieren berühmte Namen,“ umschreibt Nickel mit dem Hinweis, dass zwischen 15 000 und 20 000 Besucher das Blues-Baltica-Festival zum größten in Deutschland machten. Und unter den Festivals mit freien Eintritt sei
es weltweit das größte, ist
Nickel sicher.

Freien Eintritt wird es auch dieses Jahr wieder geben. Wie gewohnt hoffen die Veranstalter auf die Spendenbereitschaft der Besucher, die mit der Ausgabe von Aufklebern befördert werden soll.

Was wird neu sein beim 25. Festival? Das Programm wird mehrfach ein Wiedersehen mit Bands ermöglichen, die früher aufgetreten sind, diesmal allerdings durch US-Stars verstärkt werden. So wird die „Latvian Blues Band“ mit der Sängerin Shanna Waterstown auftreten, zu den polnischen „Boogie Boys“ gesellt sich Jimmy Clifton, und die dänische Nisse-Thorbjörn-Band bekommt mit dem Chicagoer Musiker Lurrie Bell (kleines Foto links unten) einen einen neuen Frontmann während des Festivals.

Unter dem Begriff „New“ warte das Festival aber auch mit weiteren großartigen Namen auf: Neben Lurrie Bell werden die
„Cash Box Kings“ aus den USA erstmals nach Eutin kommen. Als „artist in residence“ werde die Bluessängerin Shakura S’Aida (großes Foto) aus Kanada alle vier Tage in Eutin sein und bei vielen Bands für einige Lieder mit auf die Bühne gehen.

Tradition haben Konzerte, die nach dem Freiluftprogramm auf dem Markt an einem anderen Ort folgen. Über
Jahrzehnte pilgerten die Blues-Fans zu



den Sessions in die Mühle, von 2010 an dienten die Schlossterrassen als Kulisse für die nächtlichen Nachbrenner in Sachen Blues. Neu in diesem Jahr ist, dass im Brauhaus am Markt verschiedene Musiker noch einmal zusammen kommen.

Beim Finale am Sonntag – auch das ist neu – soll es erstmals eine Hosted Session geben. Das bedeutet, wie Nickel erläutert, dass nicht endlose Blues-Sequenzen in der Tonart E- oder A-Dur „genudelt“ werden, sondern jeweils Songs von einer Band vorgegeben und anschließend anschießend von den Session-Teilnehmern variiert werden.

Zum Rahmenprogramm des Festivals gehört wie gewohnt eine Fotoausstellung im Café Klausberger, die bereits am 14. Mai (19.30 Uhr) eröffnet wird. Außerdem gibt es dort einen Frühschoppen mit akustisch gespielten Blues am Sonntagmorgen um 11.30 Uhr.

 

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erstellt am 02.Mai.2014 | 14:12 Uhr

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