Als Flüchtlinge im Eutiner Schloss wohnten

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15. Mai 2017, 17:44 Uhr

Am Internationalen Museumstag lädt die Stiftung Schloss Eutin am kommenden Sonntag, 21. Mai, zu einem Gespräch über ein wenig bekanntes Kapitel der 800-jährigen Geschichte des Schlosses ein: Während und besonders in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg fanden bis zu 400 Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ein Obdach in den historischen Räumen der alten Residenz – eines der wenigen erhalten geblieben Fotos zeigt sogenannte „Ausgebombte“ im Rittersaal, 1943/44.

Dem diesjährigen Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ widmet sich die Stiftung mit einem Zeitzeugengespräch im Rittersaal. Dieser war zentraler Schauplatz des Lebens der geflüchteten Menschen im Schloss. Die Stiftung hat für diese Veranstaltung Kontakt zu der Zeitzeugin Erika Kaack (kl. Foto) gesucht. Die heute 77-Jährige war selber als Flüchtlingskind im Schloss Eutin untergebracht und erzählt am 21. Mai um 15 Uhr im Dialog mit Ulrike Unger aus ihrem Leben. Der Eintritt ist frei.

Weitere Veranstaltungen an diesem Tag: um 11 Uhr Führung „Schlosskinder“, um 13 Uhr Führung „Ein Rundgang durch die Beletage“.

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