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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 06:30 Uhr

Alles spricht für das Gleisbett

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Am alten Güterbahnhof könnte eine neue Drei-Feld-Sporthalle vergleichsweise günstig gebaut werden

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Die Wilhelm-Wisser-Schule und die Vereine der Stadt könnten schon bald eine neue Sporthalle erhalten. Machbar wäre der Bau sowohl direkt auf dem Schulgelände als auch auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofes. Dies geht aus einer Studie der Kommunalen Sporthallen GmbH (KSG) hervor, die am Mittwoch im Bauausschuss präsentiert wurde. Zwar seien beide Varianten grundsätzlich möglich, jedoch könnte der Standort am Gleisbett deutlich günstiger bebaut werden.

Im Kern geht es bei dem Projekt um den Neubau einer 27 mal 45 Meter großen Drei-Feld-Sporthalle mit sechs Umkleiden und Besuchertoiletten. In seiner Präsentation hob Referent Arne Ahlert (KSG) zunächst die Vor- und Nachteile eines möglichen Baus am alten Güterbahnhof hervor. Auf Grund der Größe des Grundstücks sei hier der Bau einer Teleskoptribüne für bis zu 200 Zuschauer möglich. Ferner würde der Schulbetrieb durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden. Einer der Hauptpunkte, die für den Bau an den Bahnschienen sprechen: die geringen Kosten. Sie bezifferte Arne Ahlert (KSG) in seiner Präsentation auf rund 3,7 Millionen Euro.

Dieser Betrag könnte sich auf 3,1 Millionen Euro reduziert, sofern die Stadt das so genannte „Mehrwertsteuer-Modell“ nutzen würde. Dieses ist bei dem Neubau freistehender Schulhallen möglich, wenn diese später von Vereinen mitgenutzt werden. Die Mehrwertsteuer bei Baukosten entfiele dann. Gleichwohl bringt die Lage des Geländes nordwestlich der Schule auch seine Nachteile mit sich. „Es besteht keine unmittelbare Nähe zur Schule“, erklärte Ahlert. Ein möglicher Schulweg entlang der Gleisen (circa 250 Meter) müsste erst erschlossen werden, was zusätzliche Kosten verursachen würde.

Wesentlich schwieriger gestalten sich die Planungen am Standort Wilhelm-Wisser-Schule. Das Modell von Ahlert sieht hier einen unterirdischen Bau vor, der nur mit dem Dach über der Erdoberfläche liegt. Über der Sporthalle könnten dann neue Fach- und Klassenräume in der Größe von 750 Quadratmetern entstehen, nebenan das dringend benötigte Mensa-Gebäude. „Da landen wir bestimmt bei Kosten um die neun Millionen Euro“, gab Ahlert zu bedenken. Da die Halle direkt an das bestehende Schulgelände angebaut werden würde, entfiele auch die Mehrwertsteuer-Befreiung. Der Bau einer Tribüne sei ferner nicht möglich. Die Schüler müssten während der anderthalbjährigen Bauzeit mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Der einzige Vorteil des Standortes: die geringen Erschließungskosten.

In seinen kommenden Sitzungen will sich der Bauausschuss erneut mit dem Thema Hallenbau beschäftigten. Auf Vorschlag von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz werden auf der Fläche am alten Güterbahnhof bald Baugrunduntersuchungen stattfinden, um nach Altlasten zu forschen.

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