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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 18:55 Uhr

EUTIN : „Alles für die Eutiner Kinder“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Verein Erlebnis Natur hofft weiter auf das Haus für ganzjährige Bildungsangebote. Der Ausschuss entscheidet morgen darüber.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Fliederbeersuppe, Pfannkuchen, frisch gepresster Apfelsaft und zahlreiche andere lukullische Genüsse – beinahe ein Erntedankfest feierte der Verein Erlebnis Natur (Erna) am Tag der Deutschen Einheit. Beim Obstfest auf dem Erna-Gelände hinter dem Eutiner Tierheim ging es vorrangig darum, einen schönen Tag mit Mitgliedern, Freunden, Unterstützern und Kindern zu begehen. Und viele waren wieder der Einladung gefolgt. „Die Stimmung ist gut, die Leute sind begeistert“, sagte Dr. Werner Sach, Erna-Vereinsvorsitzender, gestern.

Trotz des vielen Trubels auf dem Gelände waren gerade Vorstand und die Vereinsmitglieder gar nicht begeistert vom erzwungenen Stillstand im Engagement rund um die Umweltbildung. Auf der großen Sandfläche hinter dem Tierheim, die viele Kinder gestern zum Buddeln nutzten, sollte eigentlich schon längst gebaut werden. Denn seit elf Jahren plant Erna hier ein Haus, in dem ganzjährige Bildungsangebote für Kinder rund um das Thema Natur geschaffen werden können. Noch im März hatte Sach gehofft, dass mit der Zustimmung des Hauptausschusses der Flächennutzungsplan geändert werden und der lang geplante Bau hinter dem Tierheim im Herbst beginnen hätte können. Doch dazu kam es nicht, denn die notwendige Vorarbeit der Verwaltung für eine Änderung des Flächennutzungsplanes, die Voraussetzung für eine Baugenehmigung ist, fehlte (wir berichteten).

Doch morgen könnten Nägel mit Köpfen gemacht werden: In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses steht die Änderung des Flächennutzungsplanes noch einmal auf der Tagesordnung. Läuft alles in Ernas Sinne, wird der Flächennutzungsplan so geändert, dass der Weg für das Bildungshaus auf der schon vorbereiteten Fläche hinter dem Tierheim errichtet werden kann. „Ich gehe davon aus, dass das einstimmig beschlossen wird“, sagte Sach gestern. Signale zur Änderung des Flächennutzungsplanes habe es viele gegeben. Der Stillstand sei aber „nicht akzeptabel“, so Sach.

Problematisch für den Verein sei zudem, dass die Pläne für den Bau des Hauses inzwischen überholt sind – insbesondere die eingeholten Kostenvoranschläge hätten vielfach keine Gültigkeit mehr. „Allein der Architekt wartet seit zwei Jahren auf sein Geld“, sagte Sach, denn die Anträge zum Einwerben von Fördergeldern können nur auf den Weg gebracht werden, wenn es grünes Licht für den Bau gibt. „Darüber macht sich anscheinend kein Verantwortlicher Gedanken“, sagte Sach.

Die Bau-Pläne haben – wie das Obstfest gestern – aber nur einen Leitgedanken: „Wir tun das alles hier für die Eutiner Kinder“, sagte Sach.

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