Alle Ostholsteiner radeln fürs Klima

Bislang ist Radfahren in der Fußgängerzone zwischen 18 und 10 Uhr erlaubt. Heute wird über eine generelle Erlaubnis diskutiert.
Bislang ist Radfahren in der Fußgängerzone zwischen 18 und 10 Uhr erlaubt. Heute wird über eine generelle Erlaubnis diskutiert.

Die Teilnehmer an der Aktion „Stadtradeln“ zählen für den Kreis bei der Mitwirkung an der Kampagne des Klimaschutz-Bündnisses

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25. Juni 2018, 16:40 Uhr

Der ganze Kreis Ostholstein nimmt dieses Jahr erstmals an dem Wettbewerb „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses teil. Ziel ist es, dass Teams – ob beruflich, schulisch oder privat und egal welchen Alters – im Aktionszeitraum vom 2. bis 22. September möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen und auf diese Weise Kohlendioxid-Emissionen vermeiden.

Bereits seit vergangenem Jahr werde in der Kreisverwaltung an der ersten Teilnahme gearbeitet, berichtet Anja Schäffler, Klimaschutzmanagerin bei der Kreisverwaltung. Durch die Anmeldung des Kreises könnten alle, die im Kreis wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, beim „Stadtradeln“ mitmachen, also nicht nur Einwohner der acht Städte und Gemeinden, die bereits auf Einladung des Kreises ihre Teilnahme an der Aktion erklärt haben: In Bad Schwartau, Eutin, Fehmarn, Neustadt, Oldenburg, Ratekau, Stockelsdorf und Timmendorfer Strand wird auf jeden Fall um die Wette geradelt.

Gesucht würden noch als besonders beispielhafte Vorbilder sogenannte „Stadtradeln-Stars“, die demonstrativ in den drei Wochen der Kampagne komplett auf das Auto verzichten und aufs Fahrrad umsteigen. Diese sollen nach Möglichkeit während der Aktionsphasen von Medien begleitet werden und über ihre Erfahrungen als Alltagsradler in ihrem Stadtradeln-Blog berichten.

„Durch die Möglichkeit der Teambildung fühlen sich hoffentlich viele Schulklassen, Sportmannschaften, Familien, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen und andere Gruppen angesprochen. Teilnehmende Schulen erhalten als kleinen Anreiz je eine Standluftpumpe. Wir wünschen uns eine rege Teilnahme aller Bürgerinnen und Bürger, um dadurch ein aktives Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen“ sagt Anja Schäffler weiter, die bei der Kreisverwaltung die Teilnahme des Kreises an der Aktion organisiert. „Bei Stadtradeln geht es vor allem darum, in die Pedale zu treten und Spaß zu haben.“

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstünden im Verkehr, ein Viertel davon im Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Das Stadtradeln habe sich mittlerweile zu Deutschlands größter Fahrradkampagne entwickelt. 2017 hätten über 222 000 Radfahrer in 620 Städten und Gemeinden in die Pedale getreten. Dabei hätten die Teilnehmer nahezu 42 Millionen Kilometer zurückgelegt und somit im Vergleich zur Autofahrt fast 6000 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

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