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Mensch des Jahres 2013 : „Alle Nominierten sind Gewinner“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Julia Freese aus Malente ist Mensch des Jahres 2013 in der Holsteinsichen Schweiz. Die Auszeichnung erfolgte gestern Abend in feierlichem Rahmen mit vielen Ehrengästen in der Landesbibliothek

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erstellt am 07.Dez.2013 | 04:00 Uhr

Julia Freese ist in der Holsteinischen Schweiz der Mensch des Jahres 2013. Die Leserinnen und Leser des Ostholsteiner Anzeigers gaben der 62-Jährigen aus Malente die meisten Stimmen. Die ebenfalls nominierten Hans-Jürgen Kreuzburg aus Plön und Arne Friedrichsen aus Gothendorf zählten zu ihren ersten Gratulanten.

Sie verstehe die Auszeichnung als Anerkennung und weiteren Ansporn für die Arbeit ihres Vereins Freunde des Kurparks, betonte Freese. Eines gelte für alle drei Kandidaten gleichermaßen, stellte OHA-Redaktionsleiter Achim Krauskopf fest: „Alle drei Nominierten engagieren sich uneigennützig und vorbildlich. Sie haben viel für das Gemeinwohl bewegt.“ Er begrüßte zu einer kurzweiligen Feierstunde in der Landesbibliothek Eutin zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens aus den Kreisen Ostholstein und Plön, Bürgermeister und Bürgervorsteher sowie Weggefährten der Nominieten.

Für Joachim Dreykluft aus der sh:z-Chefredaktion ist klar: „Alle drei Nominierten sind Gewinner.“ Schon die Nominierung sei eine große Auszeichnung. Und der Redaktion mache es viel Spaß, Gutes darüber zuschreiben und mit den Lesern auf vielfältige Art und Weise in Kontakt zu treten. Ralf Höpfner, Sprecher des Sponsors Flensburger Brauerei, freute sich, dass in den vergangenen drei Jahren jeweils 180 Kandidaten landesweit nominiert und ihre Projekt bekanntgemacht worden seien. Das habe immer für große Beachtung der Nominierten und ihre Projekte gesorgt.

OHA-Redaktionsleiter Hartmut Buhmann wollte im Dialog mit den Kandidaten von Fregattenkapitän a.D. Hans-Jürgen Kreuzburg wissen, wie sich Windstärke zwölf auf hoher See auswirkt. „Das ist nicht schön, aber ich bin gut damit zurecht gekommen“, sagte der 71-Jährige. Er habe dabei sogar noch essen können. Für den neuen Berliner Koalitionsvertrag habe er als SPD-Mitglied gestimmt, weil „ein Spatz in der Hand immer noch besser ist als eine Taube auf dem Dach“. In der Kommunalpolitik habe er über Programme und Persönlichkeiten hinaus immer Verständigung gefunden, „obwohl es auch in der Kommunalpolitik Gegensätze gibt“. Aktuell denke er nicht an die Kommunalpolitik, sondern mehr an die Ortsgruppe Plön des Sozialverbandes Deutschland, der er mit einem aktiven Vorstand zu aktuell 700 Mitgliedern verhalf. „Die Vergabe von Pflegestufen oder die Kategorisierung einer Schwerbehinderung sind Probleme, die die Menschen zu uns führen“, sagte Kreuzburg.

Julia Freese würde gern mehr Zeit im Garten verbringen, doch sitzt sie oft für die Freunde des Kurparks mehr am Schreibtisch. „Dabei bin ich mit den Händen viel lieber in der Erde“, entlockte ihr Hartmut Buhmann. Schließlich sei Gartenarbeit gut für die Seele oder den Abbau von Frust. „Dann setze ich den Komposthaufen um“, schmunzelte Julia Freese.

Angesprochen auf den langen Weg zum neuen Stegbau im Kurpark sagte sie: „‚Gärtner haben viel Geduld.“ Aber der Weg sei jetzt bereitet. Bei historischen Bauten wie dem Abriss des „Bellevue“ vor zwei Dutzend Jahren gebe es in Malente wenig Sensibilität. Sie habe aber im Laufe der Jahre gelernt, bei Problemen rechtzeitig zu intervenieren. Dabei hat sie einen Wunschtraum mit einem zustimmend nickenden Bürgermeister Michael Koch gemeinsam: „Mit genügend Geld einfach das ehemalige Intermar-Hotel wegsprengen....“

Der Sportler Arne Friedrichsen ist Ausbilder für Verkehrsrecht an der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung auf der Hubertushöhe in Eutin. Nach seiner Einschätzung waren die jungen Leute bei der Polizei 1992 im Durchschnitt körperlich fitter als ihre Nachfolger heute. Dennoch gebe es auch aktuell gute Sportler unter den jungen Kollegen.

Volleyball ist bei den Friedrichsens übrigens Familiensache: Schwester Maike Friedrichsen war im Beach-Volleyball Teilnehmerin der Olympischen Spiele. „Ich habe meine Schwester in der weiblichen Jugend einmal trainiert“, schmunzelte Friedrich, der selbst in der zweiten Volleyball–Bundesliga gespielt hat.

Anfangs sei er leistungsmäßig geschwommen und habe so gelernt, leistungsorientiert Sport zu treiben. Der Teamgedanke, der Ball als Element, die Konsequenz und das zielorientierte Arbeiten sind für Arne Friedrich wichtige Werte des Volleyballsports.

Vorjahressieger Jan Caro erzählte in der von Lisa Wandhoff und Jascha Blunck musikalisch bereicherten Feierstunde über seine Erfahrungen als Mensch des Jahres in der Holsteinischen Schweiz 2012: Er persönlich und der Verein zur Hilfe Krebskranker seien in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und die Spendenbereitschaft habe deutlich zugenommen. Es sei ein wichtiger Ansporn und Motivationsschub gewesen, der Kräfte freigesetzt habe. Höhepunkt der vergangenen Jahres sei die Reise gemeinsam mit Ministerpräsident Torsten Albig zur Feier des Tags der deutschen Einheit in Stuttgart gewesen.

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