Malente : Aldi: Flachdach statt Satteldach?

Vorbild Neustadt: Im Stile des dortigen Marktes würde Aldi gerne seinen neuen Markt in Malente gestalten.   Fotos: Schröder
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Vorbild Neustadt: Im Stile des dortigen Marktes würde Aldi gerne seinen neuen Markt in Malente gestalten. Fotos: Schröder

Auf Wunsch des Discounters überdenkt der Planungsausschuss seine Entscheidung über die Gestaltung des geplanten Neubaus.

shz.de von
17. Januar 2015, 06:30 Uhr

Eigentlich hatte der Planungsausschuss bereits entschieden, wie der geplante Neubau des Malenter Aldi-Marktes in der Lütjenburger Straße aussehen soll: die Fassade rot verklinkert und darüber ein Satteldach mit orange-roten Pfannen. Doch nun wollen die Ausschussmitglieder ihre Festlegungen nochmal überdenken. In dieser Woche besichtigten sie deshalb den neuen Aldi-Markt in Neustadt (Sierksdorfer Straße).

Hintergrund ist eine Anregung des Discounters, der sich mit der im Juli vergangenen Jahres getroffenen Entscheidung des Ausschusses offenbar nicht so recht anfreunden kann. Bei der damaligen Sitzung hatte Olaf Stritzke von der Aldi-Immobilienverwaltung bereits zwei Varianten vorgestellt: eine im modernen, neuen Aldi-Kleid mit Flachdach und grauen Klinkern und die dann gewählte Version mit roten Klinkern und Satteldach. Zwar hatte Stritzke damals erklärt, der Discounter sei bei der Wahl von Dachform und Steinen völlig offen. Doch er selbst hatte klar durchblicken lassen, dass ihm Flachdach und graue Steine wesentlich besser gefielen.

Nun hat Aldi offenbar noch einmal Argumente vorgebracht. So ließen sich auf einem Flachdach wesentlich mehr Solarzellen unterbringen als auf einem Satteldach, womit der Markt mehr eigene Energie erzeugen könnte als mit einem Satteldach. Außerdem würde ein Flachdach an den Außenwänden durchgehende Lichtbänder ermöglichen, die deutlich mehr Tageslicht in den neuen Markt ließen, was nicht nur für eine angenehmere Atmosphäre, sondern auch für weniger Kunstlicht und damit Stromverbrauch sorgen würde.

Ausschussvorsitzender Klaus Schützler (CDU) zeigte sich von dem Markt in Neustadt recht angetan. „Ich persönlich habe einen guten Eindruck“, erklärte er, ohne der Meinung seiner Ausschusskollegen vorgreifen zu wollen. Von der Solaranlage auf dem Dach sei jedenfalls nichts zu sehen, sagte Schützler und lobte den hellen Eingangsbereich.

Voraussichtlich am 17. Februar wird sich der Planungsausschuss erneut mit dem Thema Aldi-Markt befassen. Sowohl der Ausschuss als auch der Discounter hätten für diesen Termin Dialogbereitschaft signalisiert, erklärte Bauamtsleiterin Britta Deubel.

Aldi war erst 2004 von der Marktstraße an seinen derzeitigen Standort in einen Neubau gezogen. Dieser soll nun abgerissen werden, weil er bereits veraltet ist und mit 900 Quadratmetern Verkaufsfläche heutigen Anforderungen nicht mehr genügt. Der neue Markt soll auf der hinteren Grundstücksfläche parallel zur Lütjenburger Straße entstehen und eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern bieten.

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