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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 03:31 Uhr

Aldi bekommt doch ein Flachdach

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Planungsausschuss hat seine Meinung geändert: Anders als bereits beschlossen soll der geplante Neubau des Malenter Aldi-Markts (Bebauungsplan Nr. 64, 1. Änderung) in der Lütjenburger Straße nun doch ein Flachdach anstelle eines Satteldachs bekommen. Ebenso wird das Gebäude des Discounters eine Fassade aus grau-schwarzen anstelle roter Klinker bekommen. Hintergrund des einstimmig gefassten Beschlusses sind Überlegungen zur geplanten Eigenversorgung des Markts mit Energie (wir berichteten). Ein Flachdach kann mit einer deutlich größeren und effizienteren Solaranlage versehen werden.

Zwar habe er nach der jüngsten Sitzung erklärt, er wolle versuchen, das Votum für ein Satteldach umzusetzen, sagte Olaf Stritzke von der Aldi-Immobilienverwaltung, doch: „Das ist bei uns im Hause nicht durchsetzbar“, erklärte er. Fotovoltaik sowie die geplante Wärmerückgewinnungsanlage seien mit einem Flachdach deutlich effizienter, begründete er den Widerstand gegen den ursprünglichen Beschluss. Mit einem Flachdach lasse sich der Markt nach derzeitigem Stand der Technik zu 60 bis 70 Prozent in Eigenregie mit Energie versorgen.

Bei den Fraktionen fiel die Argumentation durchweg auf fruchtbaren Boden. Wenn die Priorität der Energiegewinnung beim der ersten Beschlussfassung bereits so deutlich gewesen wäre, hätte die CDU gleich für ein Flachdach gestimmt, erklärte Gudrun Förster. SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning hält ein Satteldach zwar nach wie vor für optisch ansprechender, doch: „Man muss abwägen. Deshalb gehen wir vom alten Kurs ab.“

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erstellt am 13.Feb.2015 | 19:29 Uhr

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