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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 13:46 Uhr

„Albtraum-Bande“ schlägt wieder zu

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 04.Sep.2015 | 15:29 Uhr

Maskierte Männer, die nachts neben den Betten stehen, bewaffnet mit Messern oder Schusswaffen: Seit fünf Jahren jagt die Kieler Kripo die „Albtraum-Bande“ vergeblich. Die Täter haben wieder zugeschlagen, zum dritten Mal in diesem Jahr.

Es traf den „SMS-Millionär“ Mark E. (66, Name geändert), der Ende der 90er Jahre Programme schrieb, die
es Mobilfunk-Betreibern erlaubten, Kurznachrichten zwischen ihren Netzen zu verschicken. Seit 2010 lebt er mit seiner Frau (45) in Weddingstedt (Kreis Dithmarschen). Erst gestern hat die Kieler Staatsanwaltschaft Details zu dem Überfall Mitte August bekanntgegeben.

Über die Terrassentür sollen die beiden Täter gegen
2 Uhr in die Villa eingedrungen sein und das Ehepaar aus den Betten gezerrt haben. Oberstaatsanwältin Birgit Heß: „Während die Frau von einem der Täter bedroht wurde, musste der Mann die Wertsachen herausgeben.“ Ein Komplize soll draußen Schmiere gestanden haben. Die Männer mit osteuropäischem Akzent flüchteten nach einer Stunde mit Bargeld und Schmuck.

Ziel der „Albtraum-Bande“ sind nur wohlhabende Menschen, und bis auf einen Fall hatten alle größere Summen Bargeld im Haus. Die Ermittler sind sich sicher, dass die Täter ihre Opfer auskundschaften. Ermittler hoffen, dass Anwohnern die Täter (unter 50 Jahre und um 175 cm groß) irgendwann vor der Tat aufgefallen sind.

Die Serie der Bande, zu der Ermittler mindesten sieben Taten zählen, hatte 2010 begonnen. Die Tatorte lagen vorwiegend im Kreis Segeberg. Nun scheinen die Männer ihren Aktionsradius auszuweiten. Insgesamt sind 22  500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung der Täter führen.

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