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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 14:37 Uhr

Albig: Eutin wird weiter aufblühen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ministerpräsident kam zum Spatenstich für die Landesgartenschau 2016 nach Eutin / Vorbereitung des Projekts liegt voll im Zeitplan

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erstellt am 08.Sep.2014 | 12:25 Uhr

Auf diesen Moment hatte wohl nicht nur Eutins Verwaltungschef lange gewartet: „Nach der erfolgreichen Bewerbung im April 2012 ist endlich der Tag gekommen, an dem die Bauarbeiten offiziell beginnen“, erklärte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz gestern vor dem Spatenstich für die Landesgartenschau (LGS) 2016. Wichtigster Gast auf dem Gelände zwischen historischem Bauhof und der Oldenburger Landstraße war Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) als Schirmherr des Projekts.

Der Regierungschef lobte vor 80 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Vereinen und Verbänden, Polizei und Bundeswehr nicht nur den Mut der Verantwortlichen, sondern lieferte auch öffentlichkeitswirksame Bilder von dem Ereignis: Zunächst griff er mit Bürgervorsteher Dieter Holst, Bürgermeister Schulz, den LGS-Geschäftsführern Bernd Rubelt und Andreas Lietzke, Landschaftsarchitekt Steffan Robel und Reimer Meier, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Landesgartenschau, zum Spaten. Anschließend setzte er sich in einen Minibagger, um symbolisch die Pflanzung einer Stileiche zu vollenden.

Albig verwies auf große Vorteile für Stadt und Region. Es gehe um mehr als eine Leistungsschau der Pflanzen: Die LGS bündele Kräfte, um die Bedingungen für Arbeit, Wirtschaft und das Wohnumfeld zu gestalten und zu verbessern. „Ich bin mir sicher, dass Eutin in den kommenden Jahren noch weiter aufblühen wird“, zeigte sich Albig überzeugt. Dabei hatte er auch die im Gefolge der LGS mit erheblichen Fördergeldern unterstützte Stadtsanierung vor Augen. Das biete die Chance, die eine oder andere Bausünde zurückzudrängen. Mit großer Unterstützung von Bund und Land fließen über 20 Millionen Euro in das Stadtentwicklungsprojekt Eutin 2016+.

Die Landesgartenschau ist aus Sicht von Bürgervorsteher Dieter Holst von immenser Bedeutung für Eutin: „Das ist einer der bedeutendsten Beschlüsse, die die Stadtvertretung jemals getroffen hat.“ Die LSG mit ihrem 7-Millionen-Euro-Budget und die mit ihr verknüpfte Stadtsanierung würden Eutin nachhaltig bereichern. Die Landesgartenschau-Gesellschaft sei gut aufgestellt, so dass er zuversichtlich sei, dass alles rechtzeitig zum 28. April 2016 fertig sei. Auch, wenn es kritische Stimmen gebe: „Ich bin überzeugt, am Ende werden wir es nur noch mit Menschen zu tun haben, die schon immer für die Landesgartenschau waren“, sagte Holst.

Von einem „kraftvollen Entwicklungsimpuls für die Region und ihre Menschen“ sprach LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt. Derzeit sei alles im Zeitplan, aber: „Wir haben keine Zeit zu verlieren. Ab heute beginnen wir, die lange und sorgfältig geplanten Maßnahmen umzusetzen.“ Der Ort des Spatenstichs selbst werde „Schauplatz einer ganz besonderen Metamorphose“ sein. Er werde sich von einem ungeordneten Raum zu einer vielfältigen Projektfläche entwickeln. Dabei sei die LGS von einer hohen Wertschätzung gegenüber den natürlichen und kulturellen Ressourcen geprägt. Deshalb würden in Anlehnung an den historischen Bauhof sowie die angrenzende Land- und Forstwirtschaft Themen wie Ernährung, Landwirtschaft, Baumschutz und Gärten anschaulich dargestellt. Angesichts der nahen Festspielbühne solle aber auch das Thema Kultur und Theater bespielt werden.

Auf eine anspruchsvolle, aber fachlich interessante Aufgabe freute sich Reimer Meier als Vertreter der gärtnerischen Berufsverbände. Wo sonst könnten eine Blumenhalle in einem denkmalgeschützten Torhaus entstehen, ein Küchengarten revitalisiert sowie Gärten zu Themen wie Oper, Bibel oder Philosophie angelegt werden? Reimer mahnte, die Ausschreibungsunterlagen bis Herbst fertigzustellen. „Denn das Jahr 2015 fliegt nur so an uns vorbei.“ Landschaftsarchitekt Steffan Robel – wegen einer Zugverspätung gerade noch rechtzeitig zum Spatenstich erschienen – sprach von einer Verbindung zwischen historischem Erbe, neuen Freizeitbereichen und der Natur mit ihren Gewässern.

Die LGS verbinde Stadt und Natur sowie Schloss und Schlossgarten mit See und Seeufer, sagte Albig: „Eutin ist daher wie kaum eine andere Stadt berufen, die Landesgartenschau zu beherbergen.“

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