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Start der Eutiner Festspiele : Albig: Eutin ist der Sommerhit 2016

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Ministerpräsident würdigt bei einem Festakt zum Beginn der Festspiele deren einzigartige Kombination mit der Landesgartenschau.

Nach dem Festakt stimmten die Musiker der Kammerphilharmonie Lübeck den Udo-Jürgens-Klassiker an: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, ertönte bei dem kurzen Empfang auf dem Kirchplatz. Anschließend traten die etwa 240 geladenen Gäste, unter ihnen Landtagspräsident Klaus Schlie und Ministerpräsident Torsten Albig, den Weg durch den Schlossgarten zur Festspielbühne an, um sich dort die „Freischütz“-Premiere anzusehen. In der Kirche hatten die Geschäftsführerin der Eutiner Festspiele, Sabine Kuhnert, und Intendantin Dominique Caron gemeinsam mit mehreren Festrednern auf die kommende Spielzeit auf dem Grünen Hügel eingestimmt – es ist die 66.

Als „festen Bestandteil des Kultursommers in Schleswig-Holstein“ würdigte Schirmherr Torsten Albig die Freilicht-Oper. „Die Eutiner Festspiele gehören in den Kultursommer Schleswig-Holsteins genauso wie das Schleswig-Holstein Musik Festival oder die Nord-Art. Das traditionsreiche Kulturereignis liegt dem Land sehr am Herzen“, sagte der Ministerpräsident.

In diesem Jahr sei das Ambiente mit der Landesgartenschau sogar noch eindrucksvoller: „Schleswig-Holsteins Sommerhit 2016 ist eindeutig Eutin. Wer Gartenschau mit Opernbesuch verbindet, kann hier einen großartigen Tag verbringen“, sagte Albig. Auch Landrat Reinhard Sager und Bürgervorsteher Dieter Holst hoben die Strahlkraft der Festspiele hervor, die weit über die Stadt hinauswiesen.

Einen facettenreichen Rückblick auf die Geschichte der Festspiele wagte der ehemalige Redaktionsleiter des Ostholsteiner Anzeigers, Hartmut Buhmann. Seinem historischen Streifzug vorweg schickte er eine persönliche Anmerkung: „Die nie garantierte, im besten Fall aber immer mögliche persönliche Verzauberung durch musikalische Emotion und abendliche Naturgeräusche ist das für mich eigentlich Bewegende an den Eutiner Festspielen.“ Sie
hätten das Potenzial, zu Herzen zu gehen.

Es werde nur eine Fortführung der Eutiner Festspiel-Tradition geben, wenn die Entscheider dieser Stadt eine kulturelle Grundausbildung erhielten, betonte Prof. Dr. Sebastian Nordmann. Der in Eutin groß gewordene (siehe unten stehendes Interview) Intendant des Konzerthauses am Gendarmenmarkt in Berlin beleuchtete die Bedeutung der klassischen Musik in der heutigen Zeit und ermunterte die Festspiele dazu, die nachwachsende Generation an die Oper heranzuführen: „Eigentlich müsste jede Schulklasse in Eutin eine Probe erleben.“

Der Freischütz wurde übrigens am 18. Juni 1821 in Nordmanns Konzerthaus uraufgeführt, wie dieser berichtete. Nicht nur deshalb wollte der Intendant die Oper mit besonderem Interesse verfolgen. „Gerne würden wir einen Freischütz auf dem Gendarmenmarkt inszenieren“, verriet Nordmann – und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: Nun wolle er sehen, ob er nicht eine Idee aus Eutin klauen könne.

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erstellt am 25.Jun.2016 | 20:00 Uhr

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