Aktiv-Region: Regionalentwicklung statt Dorfentwicklung

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11. Mai 2015, 17:35 Uhr

Die Aktiv-Region Holsteinische Schweiz hält in unveränderter Form an ihrer „Integrierten Entwicklungsstrategie“ fest. Damit bleibe es dabei, dass Projekte mit geringer oder gar keiner regionalen Ausstrahlung oder ohne modellhaften Charakter wesentliche Förderkriterien nicht erfüllten, erläuterte Geschäftsstellenleiter Günter Möller.

Zwar stand eine mögliche Änderung der erst vor kurzem beschlossenen Förderkriterien, wie berichtet, auf der Tagesordnung der Vorstandssitzung. Das Land habe jedoch signalisiert, dass es von einer kurzfristigen Änderung der Kriterien nichts halte, sagte Möller. Nun wolle man für eine hohe Qualität der Projekte in der anstehenden Förderperiode (2015 bis 2020) sorgen, kündigte Möller an. Die Kommunen müssten mehr darauf achten, welche Auswirkungen ihre Projekte auf ihre Nachbarn hätten. „Wir müssen weg von der Dorfentwicklung hin zur Regionalentwicklung“, bekräftigte Möller. Alle Projektträger müssten daher darauf achten, den Regionalgedanken und die Modellhaftigkeit nach vorn zu stellen.

Bislang beschäftige sich die Lokale Aktionsgruppe mit vier Projekten, von denen drei Schwierigkeiten hätten, über die aufgestellten Hürden zu kommen, sagte Möller. Doch er sehe durchaus Möglichkeiten, diese so umzugestalten, dass sie einen regionalen oder modellhaften Charakter bekämen. Als Beispiel nannte Möller ein Spielplatzkonzept, bei dem die Frage eine Rolle spiele, was mit nicht mehr genutzten Plätzen geschehen solle. Hier könnten Nachbarkommunen in die Fragestellung einbezogen werden.

Daneben beschloss der Vorstand, die Förderhöhen für Projekte anzuheben. Die betreffe beispielsweise den geplanten „Masterplan Daseinsvorsorge“ für die Gesamtregion. Die möglichen Mittel für geplante Untersuchungen, etwa um Kooperationsmöglichkeiten in vielen Bereichen von den Feuerwehren über die Bauhöfe und Gewerbegebiete bis zu Kitas und Bildungseinrichtungen auszuloten, seien von 50  000 auf 100  000 Euro aufgestockt worden.

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