Malente : Aktiv-Region kann loslegen

Präsentierten die Urkunde aus Kiel : Günter Möller und Joachim Schmidt.
Präsentierten die Urkunde aus Kiel : Günter Möller und Joachim Schmidt.

Bis 2023 stehen mindestens drei Millionen Euro bereit

shz.de von
14. Januar 2015, 18:40 Uhr

Das Ministerium für Ländliche Räume hat die Entwicklungsstrategie der Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz anerkannt. „Die Arbeit der vielen Menschen im vergangenen Jahr hat sich gelohnt“, freute sich Joachim Schmidt, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Aktiv-Region, über die von Minister Robert Habeck (Grüne) unterschriebene Urkunde. In zehn öffentlichen Veranstaltungen und vielen Fachgesprächen sei beraten worden, was für die Weiterentwicklung der Region wichtig sei und wo vorrangig investiert werden müsse. „Dass das Ergebnis dieser Überlegungen so positiv aufgenommen worden ist, macht uns stolz und glücklich“, sagte Schmidt.

Jetzt habe die Aktiv-Region bis 2023 Zeit, die Strategie mit Leben zu füllen, Projekte anzuschieben und umzusetzen. Dafür stünden mindestens drei Millionen Euro aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) der EU zur Verfügung. Doch damit will es die Aktiv-Region nicht bewenden lassen. „Wir haben den Ehrgeiz, wie auch in der auslaufenden Förderperiode, mindestens die doppelte Summe in die Holsteinische Schweiz zu holen“, erklärte Günter Möller eine der Aufgaben, die er als Regionalmanager wahrnimmt. Denn es gebe noch Landesmittel, Gelder aus der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK), die aus Bundes- und Landesmitteln gespeist werde, und andere Töpfe. „Wenn es passt, suchen wir auch andere Programme der EU“, fügte Möller hinzu.

Möller warb für den regionalen Ansatz. Die kleinen Projekte in den Gemeinden seien auch wichtig, aber das Entscheidende müsse in den Köpfen passieren. „Wir brauchen das Bewusstsein, dass viele Herausforderungen in der Zukunft nur im Verbund gelöst werden können.“ Die interkommunale Zusammenarbeit in vielen Fragen der Daseinsvorsorge müsse selbstverständlicher werden.

In den nächsten Wochen will die Aktiv-Region zu Fachthemen-Runden einladen, um die Ideen des vergangenen Jahres zügig in handhabbare Projektbeschreibungen zu gießen.

Im März oder April will der Vorstand wichtige Grundlagenprojekte beschließen und nach Kiel schicken. „Da müssen wir mal schauen, wie schnell dann Zuwendungsbescheide kommen“, sagte Schmidt. Aber die Aktiv-Region wolle zügig ihre Hausaufgaben machen.

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