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Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 10:44 Uhr

Eutin : Aida-Solisten sind da

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die heiße Phase der Proben für „Aida“ hat begonnen. Seit zwei Tagen sind die Solisten in Eutin, in einer Woche kommt der Chor hinzu und danach das Orchester. Knapp 60 Prozent der Karten sind verkauft.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2015 | 13:41 Uhr

Die Bagger brummen vor der Opernscheune während Dominique Caron, Intendantin der Eutiner Festspiele, den Solisten volle Konzentration abverlangt. „Das ist nicht immer ganz einfach, aber damit müssen wir in diesem Jahr einfach Leben“, sagt Pressesprecherin Ulrike Hesse.

Der Probenplan ist eng gestrickt. Seit Montag sind die Solisten in Eutin, darunter auch bekannte Gesichter wie Milana Butaeva, die in diesem Jahr die Amneris in Giuseppe Verdis Oper „Aida“ spielt.

Worum gehts im Stück? Die äthiopische Prinzessin Aida (Susanne Braunsteffer) wird von den Ägyptern versklavt und verliebt sich in einen ägyptischen Hauptmann namens Radames (Eduardo Aladrén), dem allerdings nach seinem Sieg gegen Äthiopien die Hand der ägyptischen Prinzessin Amneris (Milana Butaeva) versprochen ist. Bei ihrem Fluchtversuch aus Ägypten werden sie allerdings erwischt und Radames wird durch den hohen Priester (Christian Sist) zum Tode verurteilt. „Es ist ein Stück voller romantischer Musik, die die Zartheit und Stärke des Charakters Aida spiegelt. Die Tragik besteht allerdings im Ende, da die Liebe nur im Tod gewinnt“, sagt Susanne Braunsteffer. Denn letztlich werden Aida und Radames lebendig auf der Bühne „begraben“. Damit dies gelingt, war einiger technischer Aufwand und viel Kreativität nötig, wie Intendantin Caron bestätigt, „denn auf einer Bühne kann man ja nicht plötzlich anfangen zu graben“.

Ab nächster Woche proben die Solisten gemeinsam mit dem Chor. Dieser setzt sich aus rund 40 Profimusikern und Studenten verschiedener Musikhochschulen sowie 20 Mitgliedern des Eutiner Chors zusammen, die seit Januar proben. Ab 29. Juni proben Solisten und Ensemble gemeinsam mit dem Orchester, in dem auch in diesem Jahr wieder „hochkarätige Musiker“ aus Amerika spielen, wie Pressesprecherin Hesse bestätigt. Musikdirektor ist in diesem Jahr wieder Urs-Michael Theus. Während die einen singen, arbeiten die anderen fleißig die Kostüme um. „Nicht alle werden vor Ort produziert, viele sind auch teure Leihgaben anderer großer Häuser“, sagt Hesse.

Die Bedingungen seien in diesem Jahr für die Festspiele erschwert: Durch die laufenden Bauarbeiten im Schlossgarten und direkt vor der Opernscheune werden die Wege zur Freilichtbühne für Besucher und Beschäftigte länger, die Parkplätze noch knapper als sonst. Hesse: „Es ist noch nicht raus, ob der Schlossgarten für unsere Vorführungen aufgemacht wird, damit die Besucher uns direkt von der Stadt erreichen.“ Auch die Parksituation für Menschen mit Behinderungen sei noch nicht abschließend geklärt.

Fakt sei jedoch, dass das Kartenhäuschen am Jungfernstieg – entgegen angekündigter Planungen – nun doch nicht geöffnet werde. Hesse: „Laut Geschäftsführung lohne sich das wegen der Schlossparksperrung an der Stelle nicht. Die Karten können in der Opernscheune und bei der Touristinfo erworben werden. Die Premiere am 10. Juli sei so gut wie ausverkauft. „Bei allen anderen Vorstellungen liegen wir derzeit bei rund 60 Prozent verkaufter Karten“, sagt Hesse.

 

 

 


Infos/Tickets unter 04521/80010

 

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